Donnerstag, 20. April 2006

Schalke versus Sevilla 0:0

Was für ein grausames Fußballspiel. Eines Europapokal-Halbfinales völlig unwürdig.

1. Halbzeit: Es passierte rein gar nichts, abgesehen von Bemühen bei Asamoah und einer sicher stehenden Abwehr von S04. Allerdings auch nicht unter Druck gesetzt von Sevilla, die sich um den eigenen 16er verschanzten und von Beginn an die Uhr im Visier hatten.

2. Halbzeit: Lincoln und Kuranyi wurden nach 46 bzw 60 Minuten doch eingewechselt, was bis eine Viertelstunde vor Schluss das bemerkenswerteste darstellte. Dann entschied man sich offensichtlich auf dem Feld, ein paar Torchancen gehören zu einem Fußballspiel denn doch dazu. Lincoln (2x) und Bordon hatten noch die Besten. Nach 80 Minuten verabschiedete sich dann noch Krstajic nach einem völlig sinnlosen Ellbogencheck gegen einen Spanier mit der Roten Karte.

Keine Bewegung, kein Druck, kein Elan, einzig Asamoah eine Stunde lang bemüht, Lincoln mit zwei guten Ansätzen, Ernst verbessert und Bordon mit Normalform. Sonst nix

Insgesamt wirklich ein Spiel zum Vergessen, in das sich der uninformierte, unsachkundige Kommentar von Wolf-Dieter Poschmann nahtlos einfügte.

UEFA-CUP-HALBFINALHINSPIEL

Heute ist Uefa-Cup Hinspiel.
Darum sollten wir uns kümmern. Stattdessen schreibt die Süddeutsche von Ermittlungen gegen S04 wegen des Verdachts eines Insolvenzdeliktes. (Der Link ist aus der Bild, weil der Originalartikel nicht online ist)
Die berechtigte Diskussion um Lincoln wird richtig angefacht durch die Versetzung des Brasilianers auf die Bank.
Daneben wird auch Kuranyi nicht beginnen. Auch berechtigt wie ich meine. Denn nach den schwachen Leistungen der letzten Wochen von beiden Spielern musste ein Zeichen gesetzt werden. Und da ist es egal, ob ein Halbfinale oder ein Bundesligaspiel.
Hauptsache die Reaktion der beiden wird die richtige sein. Klappe halten, Einwechseln lassen, Ärmel hochkrempeln und für die Entscheidung sorgen.
Vielleicht sollten die Spieler sich die Worte von Eurofighter Mulder heute im Kicker zu Herzen nehmen,: Gewundert hat mich aber, dass der Gewinn des UEFA-Cups von manchen Spielern wegen der verpassten Champions-League-Teilnahme als Trostpreis hingestellt wurde. Trostpreis !? Es ist die zweitgrößte Trophäe, die man im europäischen Fußball gewinnen kann! Ich hoffe nicht, dass es auch den Spielern mehr um die Finanzen geht, als um den Fußball. In 50 Jahren wird es diesen Traditionsverein immer noch geben. Dann wird sich aber keiner mehr daran erinnern, wie viel Schalke 2006 eingenommen hat. Aber ein UEFA-Cup-Sieg ist etwas für die Geschichtsbücher.
Hoffentlich begreifen das alle, spielen konträr zum Fußball der letzten Woche und schaffen sich eine großartige Ausgangsposition fürs Rückspiel und für den Weg zum Finale nach Eindhoven. Dorthin wo die internationale Saison so verheerend begann, wo man eine mittelprächtige nationale Meisterschaft aber für immer aus den Köpfen verdrängen kann.

Dienstag, 18. April 2006

Das Problem Lincoln

Als Scheitern im kompletten kann man Lincolns Arbeit beim Klub meines Herzens bislang nun weiß Gott nicht bezeichnen. Im Juli 2004 kam ein Bankdrücker, Verweigerer, als Sensibelchen bezeichneter Brasilianer im Tausch für "Ackergaul" Seitz aus Kaiserslautern. Gescheitert. Ohne Selbstvertrauen, seit einem halben Jahr verletzt in der Heimat weilend. Von den Fans am Betzenberg ausgepfiffen, von den Trainern fallengelassen.
Mich erreichte damals eine SMS aus Siegen: "Wer ist ein ehemaliger US-Präsident, eine amerikanische Automarke und die größte Bundesligagurke dieser Zeit und nun neuer Spieler bei S04?". Ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen.

Doch das Lincoln Fußball spielen kann, zeigte er im letzten Jahr mit Bravour. Er war der wohl beste Bundesligaspieler 2004/05, ihm allein hatte Schalke die Vizemeisterschaft und den Einzug ins DFB-Pokalfinale zu verdanken.
Heute lauten die Schlagzeilen wieder, "Die Lincoln-Falle". Wie schon in seiner Zeit bei Lautern stagnieren seine Leistungen bzw entwickeln sich in die falsche Richtung. Nach einer überzeugenden ersten Saison ging es auch dort abwärts.
Schon im Ligacup vor der Saison der erste Tiefpunkt. Aufgrund einer widerlichen Spuckattacke gegen den VfB Stuttgart (Hitzlsperger) wurde er für die Bundesliga gesperrt. Nachdem er zuvor noch mit einem genialen Pass das Siegtor vorbereitet hatte.
Bei seinen Einsätzen in der Liga lässt er zumeist jeglichen Einsatz vermissen, wählt immer den schwierigeren Weg statt einfach ins Spiel zu finden und lässt sich bei jeder noch so kleinen Berührung fallen um Freistösse zu provozieren. Gerade der nicht vorhandene Einsatz bringt inzwischen seine Mitspieler (Asamoah im UEFA-Cup) auf 180. Das er am Wochenende auch noch vorm Abpfiff das Stadion verließ, wird sein Ansehen nicht steigern.
Im Grunde hat er mit dieser Aktion nur bestätigt, was mir seit langem Übel aufstösst. Es ist keine Identifikation mehr gegeben, die Ärmel hochkrempeln, den Ar... aufreissen ist ein Fremdwort. Lincoln hat in der letzten Saison oft genug das Emblem auf dem königsblauen Trikot geküsst um seine Identifikation zu zeigen. Scheiss drauf. Muss er gar nicht machen. Er hat zu kämpfen wenns nicht läuft, soll sich reinbeissen, er hat bei einer Auswechselung dem Trainer die Hand zu geben und sich auf die Bank zu setzen um das Spiel weiterzuverfolgen. Der Typ bekommt Millionen hinterhergeschmissen, sollte aber mal seine Berufssauffassung überprüfen.

Dabei bleiben seine Fähigkeiten unbestritten.
Denn international kann man ihm nichts vorwerfen. Auf der für ihn neuen Bühne der CL war er effektiv und glänzte oft. Vielleicht, weils mal wieder was neues war?

Samstag, 15. April 2006

Unsere Nationalspieler

"Jetzt sind es die Köpfe, die hochgekrempelt werden müssen..."
Lukas Podolski nach dem heutigen Spiel auf Schalke.
Weiterer Kommentare bedarf es nicht.

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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