Donnerstag, 13. April 2006

Die Lage der Liga nach dem 34. Spieltag

Noch 5 Spieltage liegen in erster und zweiter Liga vor uns. Zeit, die Lage zu analysieren und Prognosen zu wagen. Das komplette Restprogramm, die aktuelle Form und ganz subjektive Sympathiewerte haben die Entscheidungen leicht beeinflusst...

Meisterschaft und die CL Plätze:
Trotz schmilzendem Vorsprung auf nur noch vier Punkte wird der Fc Bayern nicht mehr von der Spitze zu verdrängen sein.
Auf den Plätzen liegen im Moment der überraschend konstante HSV und der SV Werder . Wobei die Hamburger trotz eines nicht einfachen Restprogrammes (u.a. in Berlin; gegen Bayer 04; gegen Bremen) schon vor dem letzten Spieltag (das direkte Duell gegen Bremen) Platz zwei sicher haben dürfte. Denn Bremen spielt noch gegen den einzigen Verfolger S04. Zwar im Weserstadion, aber es ist für Schalke die einzige Chance noch einen CL-Platz zu ergattern. Diese wird genutzt werden. Da Werder auch jetzt am Samstag in Wolfsburg verliert und am letzten Spieltag ja in Hamburg ebenfalls untergehen wird, kann Schalke sich selbst das Solidaritätsunentschieden in Mainz leisten.
Mein Tipp: 1. Bayern (81 Punkte), 2. HSV (69 Punkte), 3. Schalke (66 Punkte), 4. Bremen (65 Punkte)

UEFA- und Strohhalm CUP
Werder ist mit Platz 4 natürlich ebenso im UEFA-Cup wie Frankfurt als Pokalfinalist. Um Platz fünf in der Liga balgen vor allem Hertha und Leverkusen. Das direkte Aufeinandertreffen in Berlin wird unentschieden enden, beide haben ein schweres Restprogramm mit Spielen gegen bzw in Hamburg, trotzdem sehe ich Leverkusen, auch wegen der aktuell besseren Form von Schlüsselspielern (Marcelinho/Berbatov; Simunic/Nowotny) in der komfortableren Position. Somit geht die Hertha in den UI-Cup. Alle anderen, inklusive der Stuttgarter, die noch nach München und Gelsenkirchen müssen, sind weiterhin viel zu inkonstant und hätten es nach den bislang gezeigten Leistungen auch nicht verdient. Somit ein weit gefächertes Mittelfeld, das eine Punktzahl aufweist, die sonst als Wunschgrenze gegen den Abstieg bekannt ist...
Mein Tipp: 5. Leverkusen (52 Punkte), 6. Berlin (51 Punkte), 7. Stuttgart (44 Punkte), 8. Nürnberg! (44 Punkte), 9.Gladbach (42 Punkte), 10. Lüdenscheid (41 Punkte), 11. Bielefeld (41 Punkte), 12. Hannover (39 Punkte).

Abstiegskampf:
Im Moment sieht alles noch unendlich spannend aus. Ich glaube trotzdem, das sich der Abstiegskampf schon vor dem letzten Spieltag entschieden haben wird. Von der Papierform her haben die Mainzer ein sehr schweres Programm mit nur noch zwei Heimspielen und die ausgerechnet gegen Bayern und Schalke. Aber sie werden schon am Samstag in Frankfurt die entscheidenden Punkte holen. Auch Wolfsburg, denen ich eigentlich alles schlechte gönne legt schon gegen Werder entscheidenden Abstand nach unten. Und die Frankfurter gewinnen zuhause noch gegen Lüdenscheid und den großen Verlierer aus Lautern. Die holen noch genau 2 Punkte gegen Hannover und in Wolfsburg, fallen noch hinter den Eff-Zeh zurück und verabschieden sich für hoffentlich lange Zeit ins Unterhaus der Liga. Köln und Duisburg sind wohl kaum mehr zu retten, der Geißbock-Verein bäumt sich aber wenigstens noch auf, während in Duisburg nix mehr geholt wird.
Mein Tipp: 13. Frankfurt (37 Punkte), 14. Wolfsburg (37 Punkte), 15. Mainz (36 Punkte), 16. Köln (30 Punkte), 17. Lautern (29 Punkte), 18. Duisburg (23 Punkte).

2. Liga:

Als Aufsteiger kommt mit dem VfL Bochum ein Altbekannter, mit Alemannia Aachen ein Altmeister und mit Greuther Fürth ein alter Geheimtipp...
Absteigen werden mit Sicherheit die Sportfreunde Siegen und wohl auch endlich LR Ahlen. Außerdem wird es den 1.Fc Saarbrücken und Kickers Offenbach treffen.
Auch das nicht ohne Eigennutz, würde nämlich in dieser Konstellation die Chance bestehen, das SFS nächstes Jahr Regionalliga Nord und damit hier oben im Norden spielt.

Jeff Strasser (Borussia Mönchengladbach)

Der momentan einzige Luxemburger in der Bundesliga ist mir seit seiner Zeit beim FCK ein Greuel.
Jeff Strasser ist Innen- oder Linksverteidiger und dabei einer der härteren seiner Zunft. Problematisch wird es , wenn er mal wieder wie ein Unschuldsengel den Ort seiner Taten verlässt. Ein Jeff Strasser hat nämlich noch nie Foul gespielt. Seiner Meinung nach. Eine Beschwerdesalve jagt dann die nächste. Richtung komplettes Gespann, Richtung Gegner, Richtung Trainer.
Das genaue Gegenteil folgt bei jedem Foul oder nicht-Foul an ihm. Karten fordern, Schwan spielen, über den Rasen rollen, kurz das ganze Programm.
Das gilt natürlich für eine Vielzahl an Spielern, aber bei Strasser stört mich das noch eine Nummer mehr als bei anderen.


(Daneben stört mich mich sein Laufstil, der mich immer an einen Ackergaul erinnert.)

Mittwoch, 12. April 2006

Hiiiilfe

Unterschreib endlich irgendwo, du Spack.
Nach Hoeness Aussage, es ginge nur ums Geld, "konterte" Ballack Berater Becker (Alliteration!) in der FAZ, das stimme so nicht, überrascht, erstaunt.
Am Schluss des Artikels steht dann, "Die Tatsache der Ablösefreiheit wurde von allen Mitkonkurrenten anders bewertet als von den Münchnern selbst", sagt Becker. Auch deswegen waren die Angebote von Manchester United, Inter Mailand und auch Olympique Lyon im Gesamtpaket deutlich besser dotiert..." Von Chelsea ganz zu schweigen...
AAAAAHHHHHHHHH.

Trap-Zitate

Die Sport-Bild steht Deutschlandweit nicht im Verdacht eine Fußball-Zeitschrift mit unpolemischer Redaktion zu sein. Daher wundert die Überschrift "Trapattoni rechnet mit dem VfB Stuttgart ab" auf der Internetpräsenz überhaupt nicht.
Bei einem heutigen Arztbesuch (Grippe, ganz schlimm) ist mir das neueste Exemplar zwischen die Finger gekommen und bei der reißerisch angekündigten Abrechnung, einem Interview mit Trap, habe ich sogar geile Sätze des Italieners gefunden.

Über den deutschen Fußball und Deutschlands Werte: "Ich schätze die sozialen Werte, die Mentalität, den Charakter. Im Fußball haben sie sich zuletzt vielleicht mehr an den negativen Beispielen orientiert, nicht unbedingt an den positiven. Sie wechseln die Trainer, anstatt mehr Fußball zu spielen, Technik zu erlernen. Mit und ohne Ball richtig laufen."

Über den Vorwurf der mangelnden Fitness: "Meine Mannschaft ist immer gelaufen... Aber sie musste lernen zu spielen. Die Technik lernen. Rennen können sie alle..."

Etwas sehr nettes über die Struktur beim VfB. Zwischen den Zeilen mitlesen.: "Wenn ehemalige Fußballer an der Macht gewesen wären wie Dieter Hoeness in Berlin, wäre ich nicht entlassen worden..." Das könnte man für einige Bundesliga- und Zweitligavereine so anbringen. Beste Beispiele sind Michael A. Roth und Martin Kind, sowie ganz aktuell mal wieder Manfred Utsch (SFS), der einen ganzen Verein vor die Wand zu fahren droht.

Trap weiter über seine Ruf als Defensiv-Fanatiker: "In Amerika baut man auch Häuser ohne Fundament. Das sind zwar Häuser. Aber die fliegen beim geringsten Wirbelsturm halt öfter mal weg..." Ein Weltklasse-Vergleich.

Nichts wirklich richtig Neues, aber eine weitere Bestätigung, das in Deutschland einiges im Argen liegt, was Trainingsinhalte, Taktik/Technik und das Verständnis des Spiels angeht. Und die Strukturen mancher Vereine. Denn oftmals werden hier Egos gefördert und die Kompetenz bleibt auf der Strecke. Verteilung der Aufgaben auf mehrere Schulter mit Fachleuten in ihren jeweiligen Bereichen und langfristige Konzeptionen, die auch bei Anlaufschwierigkeiten eingehalten werden, wären optimaler.

Montag, 10. April 2006

Vertragsverlängerung

Was eigentlich auch anders kaum zu vermitteln gewesen wäre, ist nun offiziell. Mirko Slomka hat seinen Vertrag um eine weitere Saison bis Ende Juni 2007 verlängert.
Etwas überraschend der Zeitpunkt, da die Qualifikation zur Champions League in weite Ferne gerückt ist, andererseits aber ein cleverer Schachzug, um aufkeimende Diskussionen zu vermeiden.

Ein Fan muss grübeln (Teil 3)

Bin fürs Comeback von Uli Borowka gegen Schalke. Gesucht wird ein Verteidieger, der Lincoln mal richtig weggrätscht! Sorry, der Typ ist unerträglich!
Dies ist der Ausschnit einer SMS, die mich während des gestrigen Gewürges in Duisburg von einem Bremer Anhänger erreichte. Und es tut mir schrecklich leid, aber ich muss dem zustimmen. In einem Anfall von Wut, der mich beim Anblick eines Spielers wie Lincoln überkommt, hoffe ich immer auf eine Aktion, die diese Art Spieler mit einem gewaltigen Tritt gegen eine Werbebande befördert. Das hört sich zwar eigenartig an gegen einen Spieler der eigenen Mannschaft, aber es ist ein Graus geworden und der Hauptgrund für meine Abneigung gegen die Bundesliga im Moment.

Van der Vaarts Aussage, ein Profi müsse bei Berührung wie Rafinhas Gesichtsgrabscher vor einer Woche theatralisch zu Boden gehen, hat einen leider hohen Warheitsgehalt. Nur müssen Profis das nicht tun, sie machen es einfach. Im Regelwerk ist verankert, das ein Check mit angelegtem Arm zum Spiel gehört, leider wird diese Regel so nicht mehr angewandt. Zirka 70 Prozent aller Zweikämpfe werden abgepfiffen, weil entweder der sterbende Schwan makiert wird, oder der Schiedsrichter Angst hat. es könnte doch noch zu einem Foulspiel kommen. So kommen dann Partien wie gestern in Duisburg zustande, die unter einer Fehlpassquote von über 30% leidet und bei der alle halbe Minute ein Pfiff die Aktionen unterbricht. Das macht einfach keinen Spaß mehr und ist in der Bundesliga ein exklusives Problem geworden.

Die erste Hälfte des UEFA-Cup Hinspiels Sofia gegen Schalke war für mich bezeichnend für diese Exklusivität. Mit Michael Riley pfiff ein englischer Schiedsrichter, der im Heimatland schon als kleinlicher Referee gilt. Mitunter wunderte dieser sich, warum die Schalker vor der Pause mehr lagen, als das sie Fußball spielten. Einen Foulpfiff wie gerade Lincoln und Asamoah ihn forderten, gab es selten. Zurecht.
Ein Zweikampf von Asamoah zum Beispiel läuft immer gleich ab. Der Ball wird am Gegenspieler vorbei gelegt, mit den Armen ein bißchen das gegnerische Trikot bearbeitet um sich dann in den Gegenspieler hineinfallen zu lassen. Eine Grätsche befördert den deutschen Nationalspieler ebenfalls in den seltensten Fällen direkt zu Boden, sondern auch hier fällt Asa in die Beine hinein bevor diese ihn berühren.
Bei Lincoln auch immer das selbe Muster. Der Ball wird per durchaus gelungener Körpertäuschung am Gegner vorbeigelegt, Körperkontakt afgenommen und umgefallen. Zu häufig wird dies mit Freistoss belohnt.
Was für die beiden Schalker gilt, könnte man nahtlos bei den meisten Bundesligaspielern weiterführen.

Natürlich wird diese Fallsucht von der Art der Spielleitung in Deutschland begünstigt. Mitunter geht es beim Basketball körperbetonter zu als bei einem Bundesligaspiel. Ein Problem stellt mit Sicherheit dar, das die meisten Schiedsrichter selber nie höherklassig gespielt haben und daher Bewegungsabläufe und Zweikampfhärte nie getestet oder gespürt haben. Aber man darf von solchen Pfeifen wie Wagner, Fandel, Wack oder Weiner doch erwarten, das sie das Regelbuch richtig interpretieren und Zweikampf von Fallenlassen unterscheiden können. Leider überzeugen sie mich Woche für Woche vom Gegenteil. Daher sind nicht nur grobe Fehlentscheidungen (Wagner, Demichelis, Poulsen beim Spiel FcB-S04) ein Gräuel, sondern das die Hälfte aller Pfiffe einfach Quatsch sind. Da gilt es für das angeblich so tolle Schiedsrichterwesen in Deutschland anzusetzen und vielleicht über diesen Weg wieder etwas Spielkultur in die Liga zurückzubringen, wenn die Spieler sich schon nicht selbstdisziplinieren.

Denn ein begnadeter Spieler ist Lincoln ohne Frage, nur anschauen macht so keinen Spass mehr.

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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