Montag, 20. November 2006

Slomka hat Ruhe-Vorerst

Messias, Halbgott oder gleich ganzer Gott. Christoph Daum ist zurück, in Zeiten medialer Gier nach Meinungen und Sensationen hat er einen neuen, bislang nie dagewesenen Höhepunkt erreicht. Die Messlatte für künftige Trainersuchen, die auch nur ansatzweise als peinlich empfunden werden, ist dermaßen hoch gelegt worden, ich kann mir nicht vorstellen, das das getoppt wird. Denn das ein Verein als zu blöd empfunden wird, das kennt man, das in einer Woche der Verein und sein Wunsch-, Ex- und Neutrainer (hier: eine Person) sich zum Affen machen, das ist unerreicht und gehört glorifiziert bis in alle Ewigkeit.

Doch was wird jetzt passieren? Die Kölner Anhänger, die Presse, der Vorstand, quasi alle erwarten, das mit dem neuen Trainer der Aufschwung erfolgt, nicht nur kurzfristig, nein, in circa drei bis fünf Jahren ist internationaler Wettbewerb angesagt. Dafür wird in der Winterpause und zur neuen Saison ein Spieleraustausch ungeahnten Ausmaßes in Köln stattfinden. Ich erwarte, das Spieler wie Haas, Baykal, Lagerblom, Cullmann, Madsen, Novakovic, Mitreski, Ehret, Gambino, vielleicht auch Broich für viel zu leicht empfunden werden und spätestens im Juni den Verein verlassen müssen. Und natürlich wird dafür frisches Personal an den Rhein kommen, entsprechend wird viel Geld in die Hand genommen.
Ein höchst riskantes Unterfangen. Daum wird eine Machtfülle riesigen Ausmaßes zugestanden, der Verein wird finanziell an seine Grenzen gehen müssen, um in relativ kurzer Zeit, relativ hohen Ansprüchen gerecht zu werden.

Mal wieder macht sich ein Verein von einem Trainer abhängig, in diesem Fall kommt noch hinzu, das es sich um einen unsicheren Kantonisten handelt. Denn seine Ausführungen der letzten Wochen und sein Mut zur Wankelmütigkeit und zur Realitätsferne sind Beleg genug, das es möglich ist, das der Trainer Daum beim erstbesten Angebot aus Hamburg, Schalke oder Lüdenscheid die Reißleine zieht und fluchtartig die zweite Liga verlässt.
Denn man sollte nicht vergessen, das mit kläglichen Darbietungen in den letzten Wochen der Grundstein für einen Kampf in der laufenden Zweitligasaison gelegt wurde. Und dieser Kampf heißt erstmal Abstiegskampf bzw Konsolidierungsversuch im Mittelfeld der Tabelle. Ob Daum dies bewußt ist, kann aus der Ferne und unter Abwägung aller Pressekonferenzen an obskuren Orten, zumindest stark bezweifelt werden.

Angelegte Arme

Ich glaube, ich bin der einsame Wolf. Ich finde jedenfalls niemanden, der sich erinnert, das ein Rempler, wie der von Krstaljic an Kiyoyo kein Foulspiel ist und keinen Strafstoß nach sich zieht. Und das wundert mich doch sehr.
Zwar ist es nach Durchsicht nicht in den offiziellen Fußballregeln verankert, aber landläufig heißt es, angelegter Arm=erlaubter Körpereinsatz.

In diesem Fall ist ein Bär von einem Mann, Francis Kiyoyo, rückwarts und ein zweiter Bär, Mladen Krstaljic, vorwärts gelaufen. Im Strafraum, beide ihre Augen fixiert auf den Ball, treffen sie aufeinander. Der erste Bär fliegt daraufhin vorwärts aus dem Strafraum heraus, helle Aufregung entsteht, der ansonsten so besonnene Trainer Sander ist außer sich und die Fachwelt sich einig. Elfmeter.

Meines Erachtens ist die Entscheidung von Fandel, ich unterstelle ihm meine Ansicht, die richtige. Denn ein Foulspiel lag nicht vor. In einer normalen "Schubsbewegung" holt man Schwung aus dem Schulter- und Rückenbereich und zieht mit seinen Armen durch. Je nach Kraftaufwand ist es dann möglich, einen Bären aus dem Strafraum zu werfen. Hier bleiben die Arme jedoch am Körper. Somit ist die "Aktion" einfach nur gesundes Körperreinstellen, ein ganz normaler, erlaubter Rempler.

Die Tatsache, das ein angelegter Arm nicht mehr zählt, jedenfalls nicht Samstag für Samstag in der Bundesliga, ist traurig. Denn würde man sich an diese Auslegung erinnern, dann könnte ein Spiel, gepfiffen von Herrn Wack oder gar Herrn Weiner, wieder flüssig sein und würde nicht alle 30 Sekunden unterbrochen.

Sonntag, 19. November 2006

Hehe II

Eigentlich wollte ich nur ein Wort schreiben. TABELLENFÜHRER. Der Sensationsklub, die Sacktruppe, die Skandalkicker, die peinliche, kindische Truppe ist Tabellenführer. Zwar nur eine Momentaufnahme wie immer um diese Zeit, aber ich bin gespannt, wie die Krise weitergeht...

Einen wirklichen Hammer und der Grund für mehr als nur ein Wort tut sich allerdings in Köln auf. Diverse Erfahrungen mit der Boulevardpresse sammeln wir in Schalke auch, der Express in der Domstadt meldet aber wirklich unglaubliches. Daum doch zum FC. Der Stadtanzeiger ist der gleichen Meinung.
Ich lehne mich entspannt zurück und harre mit einer nicht zu leugnenden Freude der Dinge die sich in Köln noch tun werden.

Freitag, 17. November 2006

Hehe

Die armen schwarz-gelben. Da haben sie einen großen Banner, irgendwas von einer gelben Wand steht da drauf und dann lassen sie sich das Ding auch noch wegnehmen.
Im Schalker Forum wird dieser Coup teilweise mit Begeisterung gefeiert, auch wenn der Dieb nicht geoutet ist, teilweise wird auch berechtigter Zweifel geäußert, der Lappen hing unter dem Stadiondach, wie soll man da dran kommen?
Was aber die Lüdenscheider sich hiermit und hiermit gedacht haben, das ist mir rätselhaft... Nichtmal das Datum stimmt...
(via Forum und Lüdenscheid-Blog)

Dit und Dat

-Schalke spielt am Wochenende in Cottbus. Von der Papierform her mal wieder eine leichte Aufgabe. Aber meine Erinnerungen an Cottbus sind eher bescheiden. Zwar wurde das letzte Spiel im Stadion der Freundschaft mit 1:0 gewonnen, aber davor setzte es zwei Niederlagen. 4:1 und 2:0. An die erste Schlappe habe ich noch lebhafte Erinnerungen, es müsste Februar/März gewesen sein, es war das Jahr der Herzenmeisterschaft, es schneite leicht in Cottbus und Vasile Miriuta schoss Freistoßtore wie ein Halbgott. Es war eines dieser Spiele, die man vorher und nachher nicht versteht. Und meine Befürchtung fürs Wochenende ist ähnlich. Der Aufsteiger aus Brandenburg ist qualitativ sicher nicht stärker als Mainz oder Gladbach, sie spielen es nur besser. Und besser heißt hier, selber unheimlich kompakt, aus einer vielfüßigen Abwehr schnell nach vorne. Und das liegt den blau-weißen bekanntermaßen nicht besonders. Es wird um jeden Zentimeter Boden gekämpft werden müssen, ich hoffe, der Kampf wird angenommen. Nur dann hat Schalke eine Chance zu gewinnen.

-Peter Boltersdorf ist raus. Und das aus freien Stücken und um weiteren medialen Schaden vom Verein zu nehmen. In dem Zusammenhang fällt mir ein, das ich in dieser Woche in irgendeiner Zeitschrift einen Artikel über die "gläserne Nationalelf" gelesen habe. Wenn ich mich richtig erinnere, ging es um einen Fragebogen, der sich unter anderem mit dem Persönlichkeitsprofil und dem Privatleben diverser Bundesliga- und Nationalspieler beschäftigt. Wohl in Zusammenarbeit von Löw und Hans-Dieter Hermann erstellt. Gabs einen gesamtboulevardesken Aufschrei???

-Viel schlimmer ist, das Gustavo Varela auch raus ist. Endlich drin in der Stammelf, in den letzten drei Spielen zusammengenommen der beste Schalker, hat er sich mal wieder verletzt. Muskelfaserriß. Und wer ist schuld? Der Toppi und seine Georgier, die waren nämlich der Gegner Uruguays. Aber mal im Ernst, gibt es einen verletzungsanfälligeren Spieler als Varela? Bis hin zum Schädelbruch hat der schon alles mitgenommen. Schade schade, denn ich halte ihn für einen der besten Spieler in Gelsenkirchen.

-Darf man die Mitgliederpflege seines eigenen Vereins kritisieren? Ich denke ja.
Am 19.10.2006 habe ich in einer E-mail an den Verein Schalke 04 höflich angefragt, ob ich auf der Seite des Fc Schalke 04 verlinkt werden könne. Die Einrichtung, das jede Internetseite, die von privat erstellt wird dort einen Link erhält, finde ich prinzipiell nämlich gut und es gibt auf der Schalker Homepage einen Überblick über Schalke-Seiten. Nicht das jetzt mein Leben oder das funktionieren dieses blogs davon abhingen dort zu erscheinen, aber als Fan möchte man hautnah am Verein sein, sich mit Schalke-Fans austauschen und die Identifikation mitleben.
Ich also höflich angefragt, bis heute ist schlichtweg nix passiert. Einen Monat lang. Nicht mal eine erklärende Absage. Womit ich ja leben könnte, aber einfach nichts? Das ist schlichtweg schlechtes Arbeiten.
Schreibe ich zuwenig über Schalke? ist die Identifikation mit dem Verein nicht genug erkennbar? Ist die Qualität eine dermaßene Grütze, das man es nicht für nötig hält, einen Ton von sich zu geben?

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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