Mittwoch, 4. Oktober 2006

EU greift ein?

Am Montag eine große Schlagzeile im Kicker, "EU fordert Gehaltsobergrenze". Und die UEFA unterstützt die Union dabei. Demnach hat eine Analyse der EU ergeben, das die meisten Vereine in Europa finanzielle Probleme haben (Ach?) und der Fußball in kriminelle Hände fallen könnte. (Abramovich oder wie?)

Also hat man sich entschlossen, schon bald neue Gesetze zu erarbeiten und zu erlassen, die einige Dinge im Profifußball neu regeln.
Einige davon, wie z.B. eine Verbesserung des Lizenzierungsverfahrens ist zu begrüßen, andere wie z.B. einen Test zur fachlichen Eignung am Fußball beteiligter Offizieller und Würdenträger halte ich für Blödsinn.

Aber kommen wir zur Kicker Überschrift, eine Gehaltsobergrenze für Spieler einzuführen halte ich unter bestimmten Gesichtspunkten für richtig. Die EU überlegt, das die Vereine 50% ihrer jeweiligen Einnahmen für Gehälter ausgeben dürfen.
Fänd ich persönlich falsch, eine bestimmte Summe, beispielsweise 30 Millionen Euro/Jahr wäre wesentlich wirkungsvoller. Dann wäre eine gerade Linie gezogen und es könnte zumindest keine Mauschelei in der Bilanz geben, wei bei der Regelung nach Einnahmen. Gleichzeitig müsste der Kader auf z.B. 22 Spieler begrenzt werden, in dem Rahmen müsste dann das Geld verteilt werden. Natürlich auch mit der Regelung, die in Deutschland aktuell gilt, das eine bestimmte Anzahl lokal ausgebildeter Spieler im Kader sein muss.
Ich glaube auch, das durch die Obergrenze die Vereinstreue wieder größer wird. Wenn ich beim Verein X so und soviel verdiene, mir der Verein Y aber nicht mehr bezahlen darf, brauch ich nicht wechseln.

Eine zweite interessante Neuerung ist die Überlegung, das die Spielervermittler ihre Provisionen zukünftig direkt vom Spieler und nicht mehr vom Verein beziehen sollen.
Blauäugig bis dummer Gedanke. Da fällt mir spontan ein, das Handgelder an Spieler variabel gezahlt werden und man einfach die Provision draufzahlt, der Profi leitet das Geld nur weiter. Das soll man mal beweisen können.

Es gibt noch viele weitere Überlegungen, die im Ansatz in die richtige Richtung gehen, auf die ich aber nicht eingehe.
Fakt bleibt, ohne adäquate Überwachung finanzieller Gebaren aller Beteiligten und hartes Durchgreifen von allen Seiten werden sämtliche Neuerungen nicht
das erreichen, was sie sollen. Mauscheleien sollten wirklich mit aller Härte bestraft werden, Urteile wie in Italien oder in der Chelsea-Ashley Cole Geschichte müssten der Geschichte angehören. Ungereimtheiten in den Bilanzen wie in Gelsenkirchen, Lüdenscheid, Frankfurt und Lautern sollten dann ohne Rücksicht auf Verluste bestraft werden. Auch Vereine wie Barca oder Real dürften nicht mehr mit hunderten Millionen Euro Schulden durch die Gegend reisen. Das allerdings bleibt ein Wunschtraum. Aber der Ansatz ist gelungen und richtig ein bißchen mehr Ehrlichkeit und Transparenz in den Fußball zurückzubekommen.

Montag, 2. Oktober 2006

Sie verstehen es nicht

Hey Mr. Bajramovic, eigentlich will ich Ihnen in kämpferischer Hinsicht nichtmal viel vorwerfen. Aber, solche Aussagen machen Sie nicht sympathisch und zeigen, das das Grundproblem nicht verstanden wurde:
Zlatan Bajramovic hatte für den Zorn der Fans dennoch kein Verständnis. "Es ist mir scheißegal, was die brüllen. Die brüllen ja auch, wenn wir zu Hause führen", sagte der Mittelfeldspieler. (Via hier)

Ihr sollt die Ärmel hochkrempeln, Euch den Ar... aufreissen, wenns dann nicht klappt, brüllt kein Fan. Siehe das Heimspiel gegen Werder. Wenn aber solche Spiele wie gegen Wolfsburg oder Nancy zuhause nicht kritisch betrachtet werden dürfen (trotz der Siege), dann solltet Ihr alle mal Eure Bestimmung und Euren Beruf überdenken.

Ihr seid verdammt nochmal zwar "nur" eine Fußballmannschaft, aber eine extrem hochbezahlte und eine, die vor der Saison Ambitionen geäußert hat, das es ganz nach oben gehen soll.
Wenn man sich die Einzelspieler so anschaut, nicht zu unrecht, wenn man sich ansieht, wie nach dem Ausgleich in Leverkusen die Mannschaft zum wiederholten Mal fast komplett auseinanderbricht (Ausnahme Rost, Bordon und überraschend Rodriguez) dann überschätzen sich ein paar Leute maßlos.
Darüber sollten die handelnden Personen viel eher nachdenken.

Geht das nur mir so?

Ich habe gerade festgestellt, das die Bundesliga schon wieder zwei Wochen Pause macht.
Das hilft mir nicht wirklich in die Saison hereinzufinden. Das Fantum lebt doch auch davon, Woche für Woche seine Emotion und sein Interesse auf den Samstag zu kanalisieren.
Dieses Jahr funktioniert das bei mir noch nicht richtig. Ich ertappe mich, andere Pläne zu schmieden, völlig abseits von Fußball.
Weil ständig Länderspiele oder DFB-Pokalwochenenden die Liga unterbrechen. So kann ich nicht in den üblichen Fluß kommen.

Donnerstag, 28. September 2006

Was für eine Katastrophe!

Blutleer, willenlos, hilflos. Alle miteinander. Nein, ich meine nicht Hamburg, nicht Berlin, da stimmt das zwar auch, für die sind aber andere zuständig und ärgern sich wahrscheinlich selbst genug.

Ich meine den FC Schalke 04. Wie kann man sich so abartig schlecht präsentieren, da fällt mir nichts mehr ein. Der AS Nancy war in beiden Spielen ziemlich bieder, hat sich hinten reingestellt, ist hart am Mann gewesen und hat ab und an gekontert. Und mit dieser Spielweise die Schalker bloß gestellt wie ich es selten gesehen habe.

Mir soll nochmal einer kommen mit so einer Scheiss-Maulwurfgeschichte. Was leisten denn die Protagonisten dieser Story? Die Brüder Altintop an vorderster Front. Halil gewinnt keinen Zweikampf, Hamit nimmt sie noch nicht mal an. Der fordert ständig, das er spielen will und in die erste Elf gehört. Dann bekommt er seine Chance und prompt bringt er die ersten Fünf-Meter Pässe an den Gegenspieler. Dazu wird permanent das Spiel von ihm verschleppt, unnötige Dribblings, statt einfach mal den Kopf hochzunehmen, den besser postierten Nebenmann anspielen und sich wieder anbieten. Einfachste Dinge funktionieren nicht.

Das bringt mich zu Trainer Slomka. Normalerweise halte ich mich mit solch einer Diskussion zurück, aber wer hat dem geholfen, diese Aufstellung zu präsentieren? Eine genauso schlechte Nummer wie seine Präsenz bei der Asamoah Suspendierung. Erst wird wochen- ja monatelang ein 4-3-3 einstudiert und gespielt, dann kommt im entscheidenden Spiel um den Einzug in die Gruppenphase auf einmal ein 4-4-2 daher. Etwa weil der gute Halil das gefordert hat? Zu guter Letzt wird das in der Pause korrigiert, um dann aber Hamit Altintop als rechten Verteidiger wieder rauszuschicken. Eine Position die der erwiesenermaßen überhaupt nicht spielen kann. Da kann mir auch keiner mit offensiverer Ausrichtung kommen, Rafinha interpretiert die Aussenbahn ja nicht wirklich als Absicherer.

Nach dem Bremen Spiel war ich wirklich guter Dinge, da hat man gezeigt, zu was man fähig sein kann. Heute war dann wiedermal eine Offenbahrung sondergleichen.

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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