Ein Jahr Pfostenschuss

Ein Jahr gibt es diesen Blog nun, da ist es wohl obligatorisch, das ich mal das Jahr überprüfe. Was war gut, was war schlecht, worüber habe ich geschrieben. Dabei wähle ich natürlich nur einen kleinen Auszug, ansonsten würden das hier 10 Seiten und ich bräuchte ungefähr 8 Tage um alles zusammenzubekommen.

Für mich persönlich war es interessant zu beobachten, wie sich Schreibform, die Themen und die persönliche Meinung in einem Jahr entwickeln. Gerade wenn man seit der Schule nicht mehr an Aufsätzen oder anderem Kram gesessen hat, wenn Grammatik, Wortwahl und Rechtschreibung nicht mehr unter Aufsicht stehen, ist diese Art der Kommunikation und des Ausstauschs eine spannende Erfahrung. Was natürlich nicht nur für diese Seite gilt, sondern auch auf viele andere zutrifft.
Ich hätte nie gedacht, welche Energie man/ich in solch ein betreiben stecken muss/darf. An manchen Tagen, wie zum Beispiel während der WM, bedeutet aktuell und trotzdem individuell sein, das man Stunde um Stunde mit seinem Blog verbringt.

Allen, die mitlesen und allen, die mit ihren Kommentaren zur Gestaltung und zum
Meinungsaustausch beigetragen haben und hoffentlich weiter werden, herzlichen Dank, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.
Wenn ein Thema nicht besonders drängt (Lüdenscheid verpflichtet doch noch Daum, Köln holt Ronaldinho und Heynckes, Gladbach Neuruer und der HSV versucht mit UT-Trainerlegende B. die zweite Liga zu erreichen), geht es Anfang Januar weiter.

Tops:

Frau kurtspaeter ist jetzt jeden Tag da, mehr Worte brauch das nicht.

Die Fußballweltmeisterschaft, die Stimmung im Lande, der Besuch eines WM-Spiels, das tagtägliche von morgens bis abends alleine oder unter gleichgesinnten vor der Glotze sitzen und Fußball schauen, darüber klönen, schreiben und besser wissen. (dazu: mein WM-Tagebuch)

Am Ende des Jahres wird auf Schalke doch wieder alles gut. Mirko Slomka mausert sich, Anfang des Jahres war ich Baff ob dieser Trainerwahl und bin dann doch überzeugt worden. Trotz mancher Mängel in der Darstellung erkennt man, was Slomka will. Und das ist nie schlecht.
Dazu berappelt sich die Mannschaft und spielt um die deutsche Meisterschaft mit. Man hat einen neuen, jungen Torwart, der Linksverteidiger ist wieder zurück und die Truppe versucht, im 4-3-3 schnell nach vorne zu spielen.

Mein Comeback bei UT-Twee zähle ich ebenfalls zu den positiven Geschichten dieses Jahres. Das die körperliche Verfassung immer noch nicht wieder da ist, wo ich sie haben will, geschenkt, aber wir stehen in der Tabelle oben und, das ist Hauptsache, es macht einfach Spaß, wieder zu kicken, in der Kabine auch mal ein Bier zu trinken und Blödsinn von sich zu geben.

Der Besuch des Ryder Cups
2006
in Irland inklusive Michael Jordan. Ein Golfturnier von dieser Größe, von diesem Prestige zu verfolgen war sehr besonders, hoffentlich aber nicht einzigartig.

Flops:

Was die Medien sich in diesem Jahr geleistet hat, ist eine Schande für den Berufsstand. Von Schweinsteigers Verunglimpfung über den permanenten Klinsmann-Beschuß, von Schalke-Hetze über HSV-Jahreshauptversammlung bis hin zum neuesten Gladbach-Skandal des Express.
Der Schmuddel ist dabei nicht nur auf den Fußball begrenzt, die verzweifelten Versuche Günter Jauchs anonym zu heiraten, Dieter Bohlens alles oder die Genitalrasur der B. Spears sind keine Schmuckstücke des Journalismus. Die Nummer 1 ist aber wohl die Aufforderung, alles und jeden zu fotografieren, der seine Nase irgendwann mal in eine Kamera gehalten hat und damit bekannt wurde. Privatsphäre leicht gemacht, wir limitieren sie auf non existant.

Arena TV ist größtenteils unter aller Kanone, Premiere ist größtenteils unter aller Kanone.
Der Kundenservice ist eine Riesensauerei. Bei beiden. Der Quell an geeigneter Information seit Januar bis zum Start der aktuellen Bundesligasaison und damit zum Start des neuen Senders, war eine Frechheit. Ohne allesaussersport.de wäre ich völlig aufgeschmissen gewesen.
Das die Moderatoren und Kommentatoren zu 70% dem Mindestanspruch nicht genügen, nämlich nicht unangenehm auffallen, ist nicht neu, aber trotzdem hochnotpeinlich. Ein Exkurs in Regelkunde und deutscher Sprache wäre eine Idee. Und sich ab und an mal nicht für wichtiger nehmen als die Akteure ein Geschenk.
Dazu noch etwas, das sich Sportfernsehen schimpft, aber eigentlich nur Titten und Werbung im Programm enthält. Bäh.

Das Ausscheiden Schalkes im DFB- und UEFA-Pokal hat mich sehr geärgert, noch mehr allerdings das Aus im Halbfinale Ende der letzen Saison. Sevilla war nicht besser, nur willensstärker. Das kann bei einem Einzug ins Finale nicht sein.

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Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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