Mittwoch, 1. November 2006

War das schlecht

Der HSV ist die erste deutsche Mannschaft, die in der Champions League die ersten vier Spiele allesamt verliert. Und sowas von hochverdient.
Wo um Himmels willen soll die Hoffnung herkommen, das daraus nicht die ersten sechs Spiele werden? Ein Rekord den man bis zu einer eventuellen Reform im nächsten Jahrhundert zumindest exklusiv hätte.

Task Force Nummer 875

Juhu, die DFL und die Oberen beim DFB haben mal wieder eine Task Force ins Leben gerufen.

Zum ersten Mal im Jahre 2000 nach der EM mit Sir Erich Ribbeck gegründet, ist die National-Elf Task Force die Mutter aller Task Forces in Deutschland. Nach jedem gelungenen Länderspiel wurde sie abgeschafft, um nach jedem miserablen, und da gab es viele seit 2000, wieder in neuem Glanze zu erstrahlen.
Was in dem Arbeitskreis der illustren und polternden Mitglieder, von den Hoeness-Brüdern über Stumpen-Rudi bis hin zum König des deutschen Fußballs Herbert Briem Werner Hackmann wirklich geschah, ist nicht in Gänze aufzuklären, Hauptsache wichtig und laut musste man sein.
(laut jeweils bei Gründung und Einäscherung; die Red.)

Seit gestern gibt es die von mir ja oben schon mit einem Juhu! bejubelte Task Force gegen Fußball-Verbrecher!
Prinzipiell muss man natürlich Geschehnisse wie in Berlin, Augsburg, Siegen oder am Westring verurteilen, absolut lachhaft ist der Deutsch-typische Aktionismus immer dann zu Werke zu gehen, wenn es zu spät ist bzw einfach an der falschen Stelle zu beginnen.
Die Hooligans haben sich nicht zum ersten Mal gedroschen, diese Woche ist nur mehr Anteilnahme gekommen, aus welchen Gründen auch immer. Das Problem in den Regional- und Oberligen ist seit Jahren bekannt, wer in einer Stadt mit Regionalliga Mannschaft wohnt und einmal die Ankunft solcher "Fans" aus Jena, von Union Berlin oder Dresden miterlebt hat, weiß was ich meine. Seit Jahren gibt es in Regionalliga Stadien, nicht nur im Osten, Transparente in Runenschrift (Die Vereinnahmung der Rune für s (wie auch der nordischen Mythologie) durch die Hitlerjugend und die SS im Dritten Reich und der Rune für o durch Neonazis (siehe Rechtsextreme Symbole und Zeichen) ist dabei nur die bekannteste Form dieser ideologischen Indienstnahme. Copyright wikipedia.de), aufgehängt von einschlägig bekannten Idioten. Reaktion der Verein gleich Null.
Ob eine Task Force daran etwas ändern kann, wenn Funktionäre wie der Dresdner Geschäftsführer Volkmar Köster. der sich zwar von den Fans distanziert, gleichzeitig aber den Polizei-Eingriff für übertrieben hält. 38 Verletzte, darunter 23 Polizisten, wie soll man denn reagieren? Das man Unschuldige trifft lässt sich kaum vermeiden, es sei denn der Verein schafft selber klare Verhältnisse., eine Task Force ist völlig unnötig und dient nur der Medienwirksamkeit.

Der Versuch von Jürgen Böcking auf die Probleme der Schiedsrichterei hinzuweisen ist richtig, bislang wurden Rufe nach Änderungen gerade in den unteren Klassen überhört bzw nicht wahrgenommen. Vielleicht liegt das aufflammende Interesse an Theo Zwanziger, der sein Gehör mehr am wahren Puls des Fußballs haben soll, als es Mayer-Vorfelder je hatte.
Wenn ich allerdings das Zitat lese,
"Geldstrafen müssen nicht das Ende der Fahnenstange sein, es kann auch Punktabzüge geben", so habe ich meine Zweifel. Vereine die mehrfach unangenehm auffallen, Spieler die mehrfach unangenehm auffallen, dürfen keinen Fußballplatz mehr betreten. Wie kann es denn sein, das nicht einmal Vereinsausschlüsse ausgesprochen werden, obwohl absichtlich Körperverletzende Handlungen vorgenommen werden? Für die Beantwortung einer solchen Frage brauche ich keine Task Force Nummer X, deren Mitglieder man abwarten muss, hoch dürften die Quoten für eine Wette nicht sein, das deren Entfernung zum wirklichen Amateurfußball groß sein wird. Für die Beantwortung einer solchen Frage brauche ich klare Linien, die in den Vereinen und bei den Kreisverbänden herrschen müssen. Für den Kreis sind sie gegeben, für den Verein muss sich jeder Funktionär wie auch in den hohen Ligen selbst überprüfen. Was will denn die "Task Force gegen Fußball-Verbrecher" tun, wenn im Fußballkreis Kiel Strafen für Rote Karten 3-4 Wochen nach dem Platzverweis bekannt gemacht werden, weil die Spieler sich so schlecht benehmen, das der Kreis nicht hinterherkommt mit dem Bearbeiten?

Am Rande noch was zum Thema Fußball-Verbrecher: Tom Bender, Pressesprecher der DFL, hat das Veröffentlichen von Handy-Video-Fotos-Filmchen bei YouTube als "fast kriminell" bezeichnet, dem Blog Fanfaktor bekanntlich seinen Video-Trailer bei YouTube entfernen lassen. Das Wort kriminell im Zusammenhang mit wahren Fußball-Fans zu gebrauchen, die Art und Weise des Umgangs mit einfachen Bloggern, Videoveröffentlichern und harmlosen Schreiberlingen zeigt, wie weit sich die DFL, der DFB und diese ganzen Task Force Heinis inzwischen vom Fußball entfernt hat.
Informationen und eigens gegründete Websites für die Fans, die keine Verbrecher sein wollen und nicht sind, die einfach nur Fan sein und sich nicht mit solch einem Blödsinn herumschlagen wollen sind "Fußballfans sind keine Verbrecher" und "Unser-Fußball". (Anmerkung 17.00 Uhr, die beiden verlinkten Seiten sind zu einer geworden.)

Dienstag, 31. Oktober 2006

Man braucht eine Achse

Schon in der Jugendmannschaft braucht man eine Achse. Im Normalfall besteht die aus einem überzeugenden Torhüter, wird fortgesetzt von einem zentralen Abwehrmann, meist der Libero, dann ein zentraler Mittelfeldmann, der in der Jugend optimalerweise defensiv wie offensiv stark ist und ein Stürmer, der den Unterschied ausmacht.

Wenn ich die Bundesligamannschaften auf den Plätzen 1, 2 und 3 betrachte, kann man annehmen, das zumindest 3 dieser 4 Positionen bei jedem Team bestens besetzt sind.
Als da wären die Herren Naldo, Frings/Diego und Klose oder das Trio Kahn, Lucio, Makaay sowie Rost, Bordon, Lincoln.

Trotzdem, das auch bei ihnen nur drei Spieler genannt werden, spielt Werder im Moment Fußball, der in der Bundesliga unerreichbar ist. Das fehlende Glied in der Kette ist der Torwart, aber nur, weil er im Augenblick der unwichtigste Spieler ist, den Werder hat.
Weil sie durch Verpflichtungen vom Allerfeinsten ihre Mannschaft nochmal auf einen anderen Level gehoben haben, vorallem aber, weil Thomas Schaaf die Seinen von der Leine lässt, bzw sie dazu auffordert, den offensiven Geist, der in jedem Fußballer steckt auszuleben.
Und das nicht erst in diesem Jahr, seit mehreren Saisons wird ein Offensivspektakel gezeigt, das ich auch gerne bei Schalke sehen möchte.

Nur fehlen dort im Moment die Charaktere, die so etwas möglich machen würden. Einen Arsenal/Barcelona-ähnlichen-One-touch-Football a la Bremen kann man nur mit technisch starken, passicheren Spielern durchführen. So wie Diego, früher auch Micoud, Borowski, der im Moment fehlt und allen voran Frings. Bei Schalke wird der Ball erstmal angenommen, dann geführt und dann mal geschaut. Am Besten kann man das an Fabian Ernst festmachen. Als der von Bremen kam spielte er zu schnell für den Rest der neuen Mannschaft, inzwischen ist er mit der langsamste im Passpiel.
Dazu braucht man defensive Stärken wie sie ein Frings oder ein Baumann mitbringen. Und mit Mertesacker haben sie das richtige Pendent zu Naldo verpflichtet, der Nationalspieler macht mit seinem Stellungsspiel solche Fehler wie zu Beginn der Saison unmöglich, als Pasanen regelmäßig patzte.

Im Sturm komplettiert Miro Klose die Bremer Achse, bei Schalke eiert Kevin Kuranyi. Vor zwei Jahren, bei Kloses Verpflichtung war man skeptisch in Bremen, als Kuranyi im letzten Jahr nach Gelsenkirchen kam, war halb Schalke euphorisch. Heute würde ich gerne tauschen, nicht nur weil Kuranyi teurer war, auch weil Klose sich zu dem Stürmer der Liga entwickelt hat, während Kuranyi inzwischen wie eine Steinmauer wirkt, wenn er den Ball annimmt. Von der Ausbeute vor dem Tor ganz zu schweigen.

Montag, 30. Oktober 2006

Nichts zu tun?

Langeweile? Ein Job der nicht auslastet?

Dann mach es wie Christo Stoitschkov. Nationalstürmer, Nationaltrainer, Klubbesitzer und Namensgeber. Ein völlig normaler Lebenslauf.

Ich werde dem noch zu gründenden SuS kurtspaeter aber nicht nur als Präsident zur Verfügung stehen, sondern auch noch den Mannschaftsarzt geben. Das ist mal Einsatz...

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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