Montag, 4. September 2006

Echter Fußball

In den letzten Wochen habe ich wieder bemerkt, warum der Fußball in den "normalen" Klassen der "wahre" Fußball ist.
Er hat etwas einfaches, echtes. Es geht um die gemeinsame Freude an der einen Sache, um die Kameradschaft innerhalb eines Teams, um den Spaß an der einfachsten, kompliziertesten Sportart der Welt.

Unter der Woche wird das Training mit zurückhaltendem Ernst betrieben, das Warmlaufen als nicht notwendiges Übel abqualifiziert, der nächste Gegner beim gemeinsamen Bier als nächstes Opfer auserkoren.

Das Ziel der Hobbykicker an jedem Samstag ist dann bei Anpfiff trotzdem immer das gleiche und nach den Vorkommnissen der zurückliegenden Woche in dieser Intensität nicht zu erwarten.
Das Spiel mit allen zur Verfügung und nicht zur Verfügung stehenden Mitteln zu gewinnen. Inbegriffen sind Selbstüberschätzung, Understatement, das ein oder andere unnötige Dribbling, rennen und kämpfen, hier und da ein klitzekleines Foul, das ein oder andere, mehr oder weniger gewollte spielerische Highlight und grundsätzlich gegensätzliche Auffassungen wie ein Fußballspiel auszusehen hat. Dies paart sich zumeist mit dem ähnlichen Vorgehen des Gegners und einem Unparteischen, der tunlichst vermeidet durch besonderes Können eine positive Abhebung zu betreiben.
Dazu kommt die urige Atmosphäre eines Fußballplatzes, der in jeder Gemeinde das Wochenendzuhause der Dorf-eigenen Rentner Population darstellt, die sich mit zünftigen Kommentaren vom Spielfeldrand aus ihre eigene Berühmtheit sichern. Es riecht nach Stadionwurst, das Wort Stadion ist hier eine maßlose Übertreibung, ebenso nicht fehlen darf die obligatorische Flasche Bier.

Nach dem Spiel ist dann aller Ehrgeiz schnell verflogen und man widmet sich den wichtigen Dingen einer Woche im Sportverein, sozusagen dem Wochenausklang. Das Klönen über das letzte Opfer, dazu die Gewissheit, das kommenden Samstag das nächste bereits wartet. Die Vorbereitung hat begonnen.

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Donnerstag, 31. August 2006

Nein, es tut mir nicht leid

Dietmar Beiersdorfer, Thomas Doll, Bernd Hoffmann, mit wachsender Belustigung habe ich mir die Transferaktivitäten von euch dreien bislang angeschaut. Bis heute.
Für die Verpflichtung von Daniel Ljuboja habe ich nur eins übrig: Verachtung.

Zumal ihr selbst so einen Spieler in euren Reihen habt, den ihr mit einer Geldstrafe für fast so schlimmes Verhalten bedacht habt.

Mittwoch, 30. August 2006

6 Millionen für die Jugendarbeit

Das Thema ist schon am Wochenende gelaufen, der WM-Held David Odonkor wechselt für hanebüchene 6 Millionen Euro nach Sevilla.
Ist das ein guter Verkauf oder nicht?
Dülp meint, die Schubkarre rausholen ist angesagt, Nick ist noch zwiegespalten.
Ich schließe mich dem Bolzplatz-Poeten an, für solch einen Preis, weg damit.

Gestern bin ich auf die sehr interessante Meinung eines großen BVB-Fans gestoßen. Freddie Röckenhaus in der SZ:
(via Indirekter Freistoß)

„Dortmunds Fans sind zwiegespalten. In Fan-Foren im Internet beschwört mancher eine Entwicklung herauf wie einst beim VfB Stuttgart. Dort wurde eine ganze Generation von 'jungen Wilden' leichtfertig verkauft und durch vermeintlich stärkere Söldner ersetzt. Mit bekanntem Resultat. Dortmunds teure Neue – Valdez, Frei, Pienaar und Tinga – haben die Nachwuchsleute des BVB bereits verdrängt. Selbst Supertalent Nuri Sahin ist in seiner Entwicklung stehengeblieben und inzwischen völlig abgemeldet. Auch WM-Spieler Metzelder gehört zu den Spielern, die bei van Marwijk wenig Kredit genießen. Wer neu ist und viele Ablöse-Millionen gekostet hat, hat derzeit Vorrang. Erste Zweifel, etwa an den Qualitäten des gesetzten neuen Spielmacher Steven Pienaar, machen sich allerdings breit. Eine Erkenntnis aber untermauert der Verkauf des Nationalspielers Odonkor in jedem Falle: Dortmunds im vergangenen Jahr zelebrierter und hochgelobter 'Jugendstil' war aus der Not geboren und kein Konzept."

Besonders bedrücken würde mich als Lüdenscheid-Fan die Tatsache, das kein Konzept hinter dem Jugendstil des/der letzten Jahre(s) steckt. Denn wie man mit unnötigen, teuren Spielereinkäufen den Verein zugrunde richten kann, das hat man doch schon gesehen in der nicht allzu fernen Vergangenheit.

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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