Mittwoch, 24. Mai 2006

Mein persönlicher WM-Favorit

Zugegeben, ein besonders origineller Tipp sieht anders aus. Aber Argentinien ist schon seit Jahren mein absolutes Nationalelf-Lieblingsteam, ausgenommen Deutschland (Patriotismus, nicht Können).
Begonnen hat das alles mit dem begnadeten Juan Sebastian Veron, der diesmal nicht mehr dabei ist. Sowieso ist von Trainer Pekerman ein Schnitt gemacht worden. Der langjährige rechte Läufer Javier Zanetti (Inter Mailand) wurde überraschend nicht mehr nominiert, der Torwart vom Confed Cup, German Lux ist auch nicht dabei. Martin Demichelis (Bayern München) steht kurz vorm Exitus, sein planmäßiger Ersatzmann Aldo Duscher (La Coruna; der, der Beckham vor vier Jahren krankenhausreif trat) ist weg vom Fenster, nach der Nichtnominierung ist er dann sofort zusammengeklappt, ebenfalls zuhause bleiben Innenverteidiger Walter Samuel (Inter Mailand, früher Real und AS Rom), Andres d'Allessandro (Ex-Wolfsburg) und der ehemalige Leverkusener Diego Placente. Ganz zu schweigen von Sergio Aguero. (der von Bayern umworbene)

Dagegen sind Gabriel Heinze von ManU und Jungstar Lionel Messi (Barcelona) dabei, obwohl der eine (Heinze) nach Kreuzbandriß seit einem Dreivierteljahr und der andere (Messi) seit März (Muskelverletzung) kein Spiel mehr bestritten hat.

Argentinien spielt in einem 3-5-2 System, das nominell auch ein 5-3-2 sein kann.

Unumstrittene Nummer 1 ist Abbondanzieri (Boca).

Mit Ayala (Valencia), Milito (Saragossa), Coloccini (La Coruna), Burdisso (Inter Mailand) gibt es vier starke Innenverteidiger, einer davon spielt halbrechts, einer zentral, dazu Heinze oder Cufre (AS Rom) halblinks.
Mit Sorin (Villareal) gibt es noch einen gelernten Linksverteidiger, der aber eher im Mittelfeld defensiv aufläuft und bei Bedarf auch in eine dann Fünferkette wechselt. Sein Pendent auf rechts war über Jahre Zanetti, jetzt könnte Mascherano (Sao Paulo) dessen Rolle einnehmen.

Im Mittelfeld gesetzt ist desweiteren Esteban Cambiasso (Inter Mailand), der die Sechser-Position vor der Abwehr bekleidet.
Damit gibt es in der Anfangsformation insgesamt 7 Spieler, die mehr oder weniger defensive Aufgaben übernehmen. Dreh- und Angelpunkt der Offensive ist Roman Riquelme (Villareal), der bei jedem Angriff den Ball am Fuß hat und immer wieder überraschende Pässe in die Spitze einstreut. Er versteht es auch, obwohl nicht der schnellste, sich per Dribbling von seinen Gegenspielern zu lösen. Darüberhinaus ist er ein starker Freistoßschütze. (Elfmeter schiessen muss er noch übern, frag Lehmann)
Um die fünfte Position streiten sich einige Spieler, ich persönlich sehe Pablo Aimar (Valencia) immer sehr gerne, er ist aber als Spielmacher wohl Riquelme zu ähnlich.

Im Sturm ist Hernan Crespo (Chelsea) die klare Nummer 1. Von ihm sieht man 89 Minuten nix, dann wird er ausgewechselt, man schaut auf die Anzeigetafel und bemerkt, das er drei Tore gemacht hat. Ein reiner Strafraumstürmer, der von Mitspielen oder gar Abwehrarbeit noch nie gehört hat, aber eben immer richtig steht. Wenn Messi rechtzeitig fit wird, darf man sich auf einen technisch perfekten, dribbelstarken Jugendlichen mit einem großen Zug zum Tor freuen.
Mit Messi streiten sich UEFA-Cup Sieger Saviola (Sevilla), der völlig überraschend nominierte Julio Cruz (Inter Mailand) und Carlos Tevez (Sao Paulo) um den zweiten Platz. Tevez hatte beim Confed Cup die Nase meist vorn, was ich nicht ganz verstehe. Der Mann wirkt pummelig, selbstverliebt und ist ballverliebt. Das gleiche gilt für Saviola (Ausnahme Punkt 1, dafür inklusive einer ausgeprägten Fallsucht).

Fazit: Argentinien baut wie immer auf eine bärenstarke Defensive und eine perfekte Organisation. Gerade was das Stellen, Verschieben und Doppeln angeht, haben die Südamerikaner immer Maßstäbe gesetzt. In der Offensive hängt alles von Riquelme und der Genesung von Messi ab. Crespo wird schon treffen, er muss halt nur gut zugearbeitet bekommen und dafür sind die beiden anderen enorm wichtig. Pech ist, das man die Todesgruppe schlechthin hat mit den Niederlanden (das Spiel der gesamten Vorrunde), Serbien&Montenegro sowie der Elfenbeinküste. Trotzdem werden sie sich anders als noch 2002 für das Achtelfinale qualifizieren. Im Viertelfinale könnte dann die deutsche Mannschaft warten...

Dienstag, 23. Mai 2006

Lövenkrands da

Wie schon länger im Kicker angekündigt, ist die Verpflichtung von Peter Lövenkrands fix.
Das riecht nach Systemumstellung auf ein 4-3-3.
Lövenkrands links, Kuranyi/Larsen mittig und Asamoah/Halil Altintop rechts. Lincoln zentral dahinter, dazu kommen noch zwei eher defensive Mittelfeldspieler, zum Beispiel das Duo Ernst/Kobiashvili.
Auffällig, das man jetzt fünf nominelle Stürmer im Kader hat, da werden Woche für Woche zweimal ziemliche lange Gesichter angesagt sein.
Aber Konkurrenz hat noch nie geschadet.

Kurzer Überblick

Nachdem Rudi Assauer durch seinen Rücktritt letzte Woche auch den Präsidentenposten ad acta gelegt hat, ist der Vertrag mit dem langjährigen Präsidenten Gerd Rehberg um ein weiteres Jahr verlängert worden.

Desweiteren sorgt ein Auftritt Assauers bei Beckmann in der ARD gestern abend für Aufsehen. Ich habs leider nicht gesehn, offensichtlich hat er darin relativ heftig Olaf Thon angegriffen.
Wobei im Schalker Forum auch viele von Wischiwaschigesprächen berichten, was mich im Zusammenhang mit einer Beckmann Show auch nicht wundert. Ich persönlich bin gespannt, was auf der Jahreshauptversammlung passiert. Wenn Assauer wirklich einigen den Kopf wäscht, wirds bestimmt so spaßig wie zu alten Kremers/Siebert usw Zeiten...

Der Kicker berichtet währenddessen hartnäckig über Verhandlungen mit einem neuen dänischen Stürmer namens Peter Lövenkrands, einem Linksaussen von den Glasgow Rangers.

Montag, 22. Mai 2006

Heute schon geträumt?

Nach dem Zwangsabstieg von Juve haben sich Zlatan Ibrahimovic, David Trezeguet, Emerson und Fabio Cannavaro für einen Vertrag bei Schalke 04 entschieden.
Im Gegenzug wechseln Kevin Kuranyi, Dario Rodriguez, Halil sowie Hamit Altintop zwecks Aufbauarbeit in die Serie C.

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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