Montag, 8. Mai 2006

God save the Queen

Heute hat der scheidende Sven-Göran Eriksson seinen WM-Kader nominiert.
Also wird die persönliche Einschätzung vorgenommen.

Zunächst, auch in diesem Aufgebot gibt es einen Bundesligaspieler. Owen Hargreaves von Serienmeister Bayern München. Allerdings bezweifel ich stark, ob er eine große Stellung in der Mannschaft bekommen wird.
Denn das Mittelfeld ist DAS Prunkstück der Mannschaft.

Frank Lampard (FC Chelsea London), Steven Gerrard (FC Liverpool), Kapitän David Beckham (Real Madrid) und Joe Cole (FC Chelsea London) sind schon Namen von Weltruf.
Für mich das beste Mittelfeld der Welt. Lampard und Gerrard als Antreiber und Vollstrecker sucht seinesgleichen. Eine Präsenz auf dem Feld, Kämpfer, Wortführer, Dirigenten, einfach ganz ganz stark.
Letzterer kann auch als hängende Spitze die Aufgabe des einst größten Hoffnungsträgers übernehmen.

Das ist niemand geringeres als ein 20-jähriger. Wayne Rooney ist zwar nominiert, wird aber mit ziemlicher Sicherheit für die Vorrunde ausfallen. Selbst die Möglichkeit eines Einsatzes ausschließlich im WM-Finale wird diskutiert. Vor 10 Tagen im Spiel bei Chelsea ist ihm der Mittelfuß kaputt gegangen. Für sein junges Alter ein abgeklärter Stürmer, der auch als Vorbereiter glänzt. Einzig sein Temperament macht ihm zuweilen einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem hätte er das Zeug zum Superstar dieser WM gehabt. Insofern ein noch größeres Wagnis von Eriksson, außer dem verletzten ManU Star nur den ebenfalls angeschlagenen Michael Owen (Newcastle United) und Peter Crouch (FC LIverpool) als Stürmer zu nominieren. Crouch ist nicht gerade ein Torjäger und Owen hat die Rückserie fast gar nicht spielen können.

Doch halt, da taucht noch der Name Theo Walcott (FC Arsenal London) auf. Der ist im Winter aus Southampton gekommen, gerade mal 17 und hat kein einziges Premierleague Spiel vorzuweisen. Dazu kommt mit Aaron Lennon ein Spieler ohne Länderspiel, er ist einer von dreien aus dem Mittelfeld von Tottenham. Respekt, in Deutschland würde Klinsmann für sowas zerrissen.

Die Innenverteidigung Englands zählt ebenfalls zur Creme de la Creme des Weltfußball. John Terry (FC Chelsea London), Jamie Carragher (FC Liverpool) sowie deren designierte Ersatzmänner (!) Rio Ferdinand (ManU) und mit Abstrichen der Form- und Nervenschwache Sol Campbell (FC Arsenal London). Zumindest einer täte der deutschen Elf sehr gut. Der Kopf ist wohl Terry, der mit einem unglaublichen Stellungsspiel und einem überragenden Defensivzweikampf und Kopfballspiel aufwartet. Daneben ist er der Dirigent der Viererkette.
Carragher ist ein beinharter Verteidiger, der als Rechtsverteidiger anfing, im letzten Jahr dann großen Anteil am CL-Sieg von Pool hatte. Beide sind so stark, das der teuerste Abwehrspieler Englands, Ferdinand, wohl nur zweite Wahl darstellt.
Auf rechts wird wie immer Gary Neville (ManU) verteidigen, sein Ersatz würde Carragher sein, auf links entweder Ashley Cole (FC Arsenal London) oder Wayne Bridge (FC Fulham). Eine der wenigen Schwachstellen der Mannschaft. Cole hat wegen Verletzung kaum gespielt und Bridge konnte sich bei Chelsea nie durchsetzen und ging daher nach Fulham.

Kommen wir zum traditionellen Problem der Engländer. Im Tor spielt Paul Robinson von den Tottenham Hotspurs. Kein wirklicher Klassemann, seine Ersatzmänner spielen aber nur zweite Liga (Green), oder sind als Fliegenfänger bekannt (James).

Gegner in Gruppe B sind Paraguay, Schweden und Trinidad/Tobago.
Natürlich sind sie Favorit, ohne den Ausfall Rooneys hätte ich sie sogar als ganz heißen Anwärter auf den Titel gesehen. Nun muss man abwarten, ob Owen und die Mittelfeldachse dieses Fehlen auffangen werden.

Transfermarkt

Zwar hat Andi Müller schon angekündigt, das es für S04 keine weiteren Transferaktivitäten geben wird, aber ich halte mich logischerweise nicht an diese Vorgabe.

Neben den schon fest stehenden Abgängen von Christian Poulsen (Weiß der Kuckuck), Ebbe Sand (Karriereende in Denmark), Marco van Hoogdalem (Karriereende wegen Sportinvalidität) und Thomas Kläsener (Keine Ahnung), sollten weitere Spieler den Verein verlassen:
Dario Rodriguez (reiner Treter; selten richtig gute Spiele; meist ein Unsicherheitsfaktor hoch zehn)
Lincoln (die Kohle muss rein für potenzielle Neuzugänge; das Problem schilderte ich schon)
Kevin Kuranyi (die Kohle muss rein für potenzielle Neuzugänge; unfassbar welch technische Unzulänglichkeiten dieser Mann mitbringt)

Als Neuzugänge stehen bereits einige Jugendspieler sowie Halil Altintop und Matthias Abel fest. Dazu kommen:
Marcel Jansen (aus Gladbach; jung, unbekümmert, trotzdem schon Nationalspieler und links flexibel einsetzbar)
Mike Hanke (wird der Ebbe Sand Ersatz; da Wolfsburg absteigt machen wir ein finanzielles Plus und lachen uns ins Fäustchen)
Kevin Hofland (ebenfalls ablösefrei aus Wolfsburg; knochenharter Innenverteidiger)
Franck Ribery (kommt als Lincoln Ersatz aus Marseille; französischer Nationalspieler)

So könnten wir nächstes Jahr wieder angreifen.

Sonntag, 7. Mai 2006

Mehmets Feiergedanken

Die Aussage des Spieltages stammt diesmal von Mehmet Scholl.

Nach der gewonnen Meisterschaft auf dem Betzenberg (Glückwunsch dazu) sinngemäß gefragt, warum es international erst nächstes Jahr klappen wird, antwortete er:

Wir können eine Auswahl der momentan besten Bundesligaspieler bilden, würden damit in der Champions League aber maximal das Viertelfinale(!) erreichen. Das Niveau in der Liga hat stark nachgelassen... Ich bin auch bei uns für Kontinuität statt für Starkäufe. Wie in Kaiserslautern auch gemacht, auf die Jugend setzen, damit kann man zwar nicht sofort was reißen, aber perspektivisch.

(Wirklich wörtlich kriege ich das Interview nicht mehr hin, aber der Inhalt und damit die Aussage stimmt.)

Freitag, 5. Mai 2006

Das 1. Training

Ein schöner sonniger Donnerstag neigte sich dem Ende zu.
Und das Highlight hatte ich mir für gestern abend aufgehoben. Mein 1.Training.
Beim eventuell neuen Verein. Mittags extra neue Fußballtreter gekauft.
Ankunft um sieben, Blick auf 2 Rasenplätze, nur im Hintergrund baute sich ein unsäglicher Schlackeplatz auf. Hoffentlich kein Training auf rotem Untergrund.

Nach einer kurzen Umziehepisode die Mitteilung, trainiert wird auf Rasen, nach dem Aufwärmen Torschusstraining, dann schon ein Abschlußspiel, da für den Rest des Kaders irgendeine Besprechung mit dem Vorstand anstand.

1. Das Aufwärmen
Zunächst individuell, dann in Reihe von Aussenbahn zu Aussenbahn mit den üblichen "Hüpfübungen", kurze Dehnphase, dann Steigerungsläufe.
Positiv: Aufwärmen ist überall gleich.
Negativ: Nach drei Bahnen brennende Lungenschmerzen, Sauerstoffschuld, die neuen Schuhe drücken. Qual.

2. Das Torschusstraining
Der Rasen war nur auf den ersten Blick ein ebener Untergrund. Das hatte zur Folge, das diverse Schussübungen mit großer Konzentration durchgeführt werden mussten, um nicht in die Luft zu treten.
Positiv: Puls runtereguliert, Übungen sind überall gleich.
Negativ: Gleich drei aufeinanderfolgende Schüsse landeten nicht nur über dem Tor, sondern gleich über dem dahinterliegenden hohen Zaun und somit auf der angrenzenden Strasse. Schusstechnik und Koordination gleich null.

3. Das Abschlussspiel
Sechs gegen sechs auf relativ kleinem Raum auf 2 Stangentore.
Positiv: Beide Tore zum 2:1 Erfolg erzielt. Durch Antizipation ein paar Bälle erobert.
Negativ: 20 Sekunden gespielt und der erste Zweikampf einschließlich Bodentackling. Die Oberschenkel brennen, die Lunge pfeift. Qual.

Fazit: It`s a long way back.

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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