kurtspaeter goes vom Meer aus Alpen bestaunen (Ein schöner Abschluß Teil 2)

Ereignisreiche Tage liegen hinter mir, da die Reise lang war und das Formular kurz ist, jeder Reisetag einzeln.

Vier Tage Österreich und die Schweiz.

Heute:

Donnerstag, der 19. Juni.

Mittenwald-Baden bei Wien (525 KM)


Eine Kühlbox wie Havard benötigt Inhalt um sinnvollen Dienst zu verrichten. Getränke und Coolpacks oder Trockeneis. In Mittenwald bekommt man beides nicht, in Österreich nur Getränke, es dauerte also Stunden, bis wir auf einer Autobahnraststätte(!!) an der deutsch-österreichischen Grenze das Trockeneis aus den Auslagen in Havard umfüllen durften.
Ansonsten ist das Fahren in Österreich geprägt vom Tempolimit (130) und dadurch wesentlich entspannter als auf den gehetzten deutschen Autobahnen. Wenn man nicht gerade einen Mercedes mit Anhänger besitzt und erfolgreich versucht, einen Kleinlaster abzudrängen, weil man beim Überholvorgang den Anhänger nicht einrechnet.

Um 11 Uhr mittags in Mittenwald losgekommen, sind wir gegen 17 Uhr in Baden bei Wien. Eine kleine, familiäre Pension mit rosa Bettwäsche und gleichfarbigen Handtüchern. Im Treppenhaus hängen diverseste Voodoo-ähnliche-Utensilien, was neben dem betont hölzernen Reststil eigenartig aber gemütlich aussieht. Die Betten in Zimmer 4 stehen weit auseinander, in Zimmer 1 gibts dagegen ein Doppelbett. Dreimal raten, welches Zimmer ich bevölkern durfte? Sehr zur Freude des Makrelen-Präsi und zum Unwillen des Vize. Genau, Zimmer 4.
Nur so als Tipp, falls da mal jemand vorbeikommt.

Lange aufhalten ging nicht, wir mussten zum Bahnhof, um nach Wien zu kommen.
Das es allerdings in Baden bei Wien zwei verschiedene Möglichkeiten gibt, mit einem Zug oder sowas ähnlichem nach Wien zu fahren, das hatte uns natürlich keiner gesagt. Und blöderweise fanden wir zuerst die Abfahrtsstelle der Badner Bahn.
Ich zitiere mal:
Diese Strecke, heute zwischen Baden-Josefsplatz und Leesdorf ein Bestandteil der heutigen Badnerbahn, wird seit 16. Juli 1894 elektrisch betrieben
So ungefähr fühlte sich die Fahrt an. Bullenhitze, 1 Stunde Fahrtzeit, 34 Haltestellen über 30 Kilometer, keine Fenster zum Öffnen, keine Toiletten (Havard war schon wieder fast leer), Holzschalen mit der Garantie für Dekubiti oder Rückenschmerzen oder beides, kurz, Sightseeing ist lustig, die Fahrt mit der Badner Bahn für unser Vorhaben dagegen kontraproduktiv. Am nächsten Tag lernen wir die andere Variante kennen.

In Wien angekommen fällt auf, das nicht viel auffällt. Dezent ein paar Hinweisschilder für die Fan-Zone, die mal den Weg weisen, dann aber abrupt wieder aufhören, dezent auch der Hinweis, welche U-Bahn zum Stadion verkehrt (Linie 2). Glücklicherweise gibts ja noch den Mund und die Sprache ist sich zumindest ähnlich, also haben wir uns durchgefragt. Die Fan-Zone am Wiener Rathaus sah um 19:30 Uhr noch eher etwas verlassen aus, aber wenigstens wurde vor den Toren noch Pils in 0,5 Liter Gläsern verkauft. Auf der Strasse ganz mutig fanden wir, also clever sein und vor der Papp-Plörre auf der Meile nochmal ein ordentliches Pils. Aber wie so häufig dieser Tage, auch hier stand verarscht drauf, die Gläser sahen nur aus wie Gläser und waren aus Plastik, das Bier zudem erwärmt, also nicht schmackhaft.. Gute Arbeit, das muss man zugeben.

Die Fan-Meile selber entpuppte sich als riesig groß, von einem Ausgang zum anderen bestimmt 1,5 Kilometer zu gehen, sanitäre Anlagen in Hülle und Fülle, mehrere unabhängig voneinander stehende Leinwände, die gute Sicht zuließen, Fress- und Trinkbuden in ausreichender Anzahl mit maßlos überzogenen Preisen und vorallem, zum Spiel war dann auch eine Menge los.

Zum deutschen Sieg ist, denke ich, an anderer Stelle genug geschrieben worden, die Stimmung war jedenfalls hervorragend. Nach dem Spiel sind wir dann ins Bermuda-Dreieck, wo der Sieg für eine lange Feiernacht genutzt wurde.

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Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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