Samstag, 1. Juli 2006

Tag 23

Die Standard-Einleitung,
hier mein persönliches WM-Tagebuch, die Spiele die ich gesehen habe, lasse ich Revue passieren. Live-Blogging z.B. bei dogfood. Die anderen Tage finden sich unter "WM Tagebuch" auf der linken Seite oder beim Runterscrollen.

Samstag, 01.07.2006

Viertelfinal-Spiel 1: England-Portugal 1:3 n.E. (0:0)
Die Engländer im 4-1-4-1, Neville wieder zurück als rechter Verteidiger, Hargreaves vor die Abwehr, Portugal im 4-2-3-1, Deco und Costinha wurden durch Tiago und Petit ersetzt, Figo nicht (!) in der Deco Rolle.
Die Engländer sollten einen Antrag stellen, wieder aus der FIFA auszutreten. Dann müssten sie nie wieder ein Elfmeterschiessen bestreiten. Ein Tor nur durch Hargreaves, selbst da war Keeper Ricardo noch dran. Die anderen drei hat er allesamt gehalten Allerdings haben die Führungsgiganten Lampard und Gerrard aber auch grottenschlecht geschossen. Dabei haben die Portugiesen die Tür aufgemacht. Ein Elfer an den Aussenpfosten, einer ganz neben das Tor.
Bitter auch, das die Engländer 60 Minuten in Unterzahl spielen mussten. Rooneys Rote Karte nach einem Tritt/unglücklichem Aufkommen in die Weichteile eines Portugiesen ist diskussionswürdig. Ich bin der Meinung, das es keine war. In einem Zweikampf, auch noch gleich gegen zwei Gegenspieler kann man nicht kontrollieren wo man hintritt. Schon gar nicht mit dem Rücken zum Portugiesen wie bei Rooney der Fall. Anders sehen dies die Herren Klopp und Meier beim ZDF. Sie gehen von einem bewussten Tritt aus, der zufällig im Gemächt landete.
Ansonsten war es ein kampfbetontes Spiel, das immer wieder Vorteile für beide Mannschaften sah. Auch die Torchancen waren ungefähr gleich verteilt.
Am Ende hat also der Glücklichere gewonnen.

Viertelfinal-Spiel 2: Brasilien-Frankreich 0:1 (0:0)
Brasilien in einem ganz komischen System, ich nenne es mal 4-2-2-1-1. Juninho und Kaka spielten hinter Ronaldinho, aber vor Gilberto Silva und Ze Roberto, ganz vorne alleine Ronaldo. Frankreich im 4-2-3-1, keine Veränderung gegenüber dem Achtelfinale.
Gut, das sie weg sind. Die Brasilianer überboten sich bis zum Führungstor durch Henry an Lahmarschigkeit, an Ideenlosigkeit, an Überheblichkeit. Eine Viertelstunde vor Schluß hatte dann auch Trainer Parreira seinen großen Auftritt und brachte zur Absicherung des 0:1 Rechtsverteidiger Cicinho für Cafu. Kurz danach aber doch noch Robinho, aber für Kaka. Ich hätte Ze Roberto oder Gilberto Silva geopfert, spielten sie doch defensiv.
Den Schalter umlegen konnten sie aber nicht mehr.

Frankreich stand sicher, wurde aber auch gar nicht gefordert. Nach vorne brillierten sie nicht unbedingt, hatten aber in Zidane einen gut aufgelegten Spielgestalter und kamen des öfteren zu Torchancen. Nach der Führung konterten sie über Malouda, Ribery und Henry immer wieder gefährlich.
Frankreichs Mission geht als weiter, Zidane hört erst am Wochenende auf mit seiner Karriere. Diesen Franzosen ist noch einiges zuzutrauen.

Mittwoch spielt dann in München Frankreich gegen Portugal.

Freitag, 30. Juni 2006

Tag 22

Die Standard-Einleitung,
hier mein persönliches WM-Tagebuch, die Spiele die ich gesehen habe, lasse ich Revue passieren. Live-Blogging z.B. bei dogfood. Die anderen Tage finden sich unter "WM Tagebuch" auf der linken Seite oder beim Runterscrollen.

Freitag, 30.06.2006

Viertelfinal-Spiel 1: Deutschland-Argentinien 5:3 n.E. (1:1, 0:0)
WIR wie immer bei dieser WM im 4-4-2, keine Änderungen, bei Argentinien ein 3-5-2 (das Sorin-Ding), Tevez statt Saviola.
Was ein Nervenkrimi. Emotion pur, meine Stimme ist weg und mein Kopf tut weh.
Das Spiel lebte von der Spannung und dem taktischen Geschick. Besonders die Argentinier haben mich 60 Minuten lang wieder beeindruckt. Immer 10 Mann hinter dem Ball bei deutschem Ballbesitz, immer doppeln um den Ball zu erobern. Dazu ein Kurzpassspiel über hunderte Stationen. Negativ, das man nicht wirklich zu Torchancen kam. Das wiederum ein Verdienst der deutschen Mannschaft. Sie standen für meine Begriffe zwar zu tief, speziell das Mittelfeld nahm die Gauchos zu spät auf, aber sie ließen eben nichts zu. Besonders hervorheben in der Abwehrarbeit will ich Friedrich, der mit laufender Spielzeit Tevez immer besser in den Griff bekam. Auch die Innenverteidiger haben Crespo zur Bedeutungslosigkeit verurteilt. Das nach einer Standard trotzdem das 0:1 fiel, lag an Kloses falschem Stellungsspiel gegen Ayala. Auch Frings fand ich als Arbeiter Klasse gegen Riquelme, Ballack ging etwas unter, ebenso Lahm hatte nicht seinen besten Tag.
Nach dem Tor haben die Argentinier etwas gemacht, was sie und die Italiener im Speziellen immer wieder machen. Und was ich nicht verstehe. Sie wollten das Ergebnis über die Zeit bringen. Einerseits überließen sie den Deutschen das Mittelfeld, andererseits machte (Ex-)Trainer Pekerman einen ganz fatalen Fehler. Er wechselte zunächst Riquelme gegen Cambiasso aus und stärkte damit zwar die Defensive, aber hatte keinen Spielgestalter mehr. Und das er danach auch noch Crespo auswechselte, okay, aber warum er nicht Messi oder Saviola als Konterstürmer sondern den hüftsteifen Julio Cruz brachte, versteh der Himmel.
Es kam wie es kommen musste, Deutschland fightete sich zurück, Klose köpfte den Ausgleich und der Rest ist Elfmeterschiessen nach alter deutscher Tradition.
Und Ex-Trainer, weil Pekerman direkt zurücktrat. Ich denke, er wäre sonst aber auch gegangen worden.

Viertelfinal-Spiel 2: Italien-Ukraine 3:0 (1:0)
Italien im 4-4-1-1, die Ukraine im 4-5-1.
Nach dem Highlight des frühen Spiels fiel es mir äußerst schwer zu folgen. Daher nur kurz, die Ukrainer waren 80 Minuten überfordert, kurz vor dem 2:0 hatten sie starke Minuten, in denen der Ausgleich möglich gewesen wäre. Pfosten und Buffon verhinderten dies. Die Italiener standen bis auf diese kurze Phase sicher und nutzten ihre Chancen eiskalt.

Dienstag in Dortmund kommt es also zum Klassiker. Deutschland gegen Italien.

Donnerstag, 29. Juni 2006

Fragwürdig oder Vorrausschauend gehandelt?

Ich habe mich vor einigen Wochen schonmal über die Jugendarbeit ausgelassen, da kann man zwei Namen schon wieder komplett streichen. WM-Volunteer Heimeroth geht nach Gladbach und Bungert nach Offenbach. Nun denn.
Aber viel interressierter habe ich die Nachricht aufgenommen, das Schalke vor ein paar Tagen einen neuen Trainer verpflichtet hat. Einen Technik-Trainer!?! Den Briten Nestor Jevtic.

Nun gut habe ich mir gedacht, das ist nicht wirklich einen Schrieb wert, der Typ ist zwar erst 23, das fand ich eigenartig, aber es ist ja WM. Immerhin stehen in seiner Vita auch schon Vereine wie Juve, Austria Wien und zuletzt CF Valencia. Das die Laufzeit bis 2009 ausgedehnt ist, nun gut, hingenommen.

Eine ganz andere Würze bekommt diese Meldung als ich heute den Kicker aufschlug. Schon auf dem Deckblatt steht verheißungsvoll, "Schalke; Erst 13 Jahre jung! Wunderkind geholt"
Ich habe keinen blassen Dunst, lese los, ah, der Bruder unseres Techniktrainers aus Valencia ist das.

Das finde ich dann wieder alles andere als nicht bemerkenswert. Ein 13-jähriger, der aus Valencia verpflichtet wird, dort nicht glücklich war und von Eindhoven "gejagt" wurde. Und als Anhang seinen Bruder als Trainer. Oder umgekehrt.

Nun aber mal Tacheles:
Kinder in solch einem Alter sollten nicht durch die ganze Welt transferiert werden. Sie sollten schön bei einem Verein in der Nähe des Elternhauses mitkicken, von mir aus in der nächsthöheren Jugendmannschaft und mit 15/16 vielleicht zur Jugend eines Bundesligisten. Der arme Kerl muss nun schon das dritte Mal von zu Hause weg. Ich erinnere mich noch, wie sich die damaligen Schalker-Oberen aufregten, als Moritz Volz mit 15 nach London transferiert wurde. Damals zurecht, erinnert man sich heute nicht mehr.

Häme gehört zum Fussball

holland

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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