Montag, 6. März 2006

Regelkunde

Der International F. A. Board hat mal wieder zugeschlagen. Das sind vier Mitglieder der britischen Fußballverbände und vier Abgesandte der FIFA, die Jahr für Jahr zusammen treffen, um über Regeländerungen im Fußballsport zu entscheiden, die dann internationale Gültigkeit haben.

Also sind das die Personen, denen wir es verdanken, das es keinen Fernsehbeweis gibt, keine Torkamera, dafür aber das passive Abseits. Aber ich will mich nicht beschweren, oft genug ist die Diskussion am Montag nach der Fehlentscheidung das Salz in der Suppe, leider heutzutage aber zu einem wirtschaftlichen Problem geworden.

Eigentlich kam bei ihrer diesjährigen Tagung in einem Luzerner Hotelzimmer nicht wirklich viel neues heraus. Ab sofort ist sofort mit Gelb zu bestrafen, wenn der Kontrahent am Ausführen eines Freistoßes gehindert wird.
Des Weiteren werden Spieler verwarnt, die nach einer Unterbrechung des Spiels durch den Schiedsrichter eine Konfrontation mit dem Gegner provozieren, indem sie den Ball absichtlich berühren.
Oh ha. Diese Regel hatte man schon erwartet und ich befürchte eine Flut von Verwarnungen besonders durch die immer übertrieben regeltreuen Referees aus Ländern Südamerikas, Asiens und Afrikas.
Auch soll noch die Rudelbildung härter bestraft werden, etwas, was es in der Bundesliga angeblich schon länger gibt, außer eines Platzverweises gegen Gustavo Varela kann ich mich nicht an eine Ahndung des Vergehens erinnern.

Herrlich anzuschauen die Präsentation ihrer Vorschläge in Bildern, wie sowieso die gesamte Mitteilung sehr putzig daherkommt.
Formulierungen wie, eine klare Botschaft an die weltweite Fussballfamilie, indem er eine Reihe von Anpassungen der Spielregeln guthiess oder FIFA-Präsident Joseph S. Blatter lobte die visionäre Haltung der Gründer des Board und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass der IFAB bereit sei, die FIFA Fussball-WM zu benutzen, um eine klare Botschaft zum Schutz der Spieler auszusenden. entbehren nicht einer gewissen Komik.

Zum Schluss seien noch zwei Bemerkungen gestattet.
Es wird Zeit, das die "Gralshüter" endlich offener für sinnvolle Neuerungen werden und nicht versteckt ihr eigenes Süppchen kochen.
Die Präsentation findet während des Trainer Workshops dieser Tage in Düsseldorf statt, da ist es doch Schade, das unser Teamchef nix von den neuen Regeln mitbekommt...

Sonntag, 5. März 2006

Vertane Zeit morgens um 11

Gähn.
Ein morgen vor dem Doppelpass hängen ist auch nicht mehr was es mal war.

Von Polemik angetrieben stolpern Woche für Woche wechselweise BILD/BamS Redakteure durch die Sendung, heute war mal wieder Klinsis Wohnort Kalifornien der Aufhänger für Ungemach und eine der Schlüsselbegründungen für die deutliche Niederlage in Italien. Das diese Diskussion ein alter Hut ist und einer sachlichen Auseinandersetzung genausowenig zuträglich ist, wie die eventulle Bundestagsausschussvorladung des Herrn Teamchef kommt dieser "Zeitung" nicht in den Sinn.
Unterstützung natürlich vom Insider der Fußballnation Udo "ich trink mir meine Nase rot" Lattek. Der schimpfte wie üblich über alles und jeden. (außer über Matthias Sammer und den jeweiligen Studiogast) Und weiß natürlich über alles und jeden zu berichten. Kernaussage: "Ich habe den Eindruck, in der Mannschaft stimmt es nicht!". Warum gilt dieser Satz eigentlich noch nicht als Phrase?
Wie erfrischend erschien es mir zunächst, das Hans-Jürgen Pohmann (RBB; Tenniskommentator) ihn kurzzeitig ins Stocken brachte mit der berechtigten Frage: "Herr Lattek, sie sind der Fußballfachmann, aber ich frage mich, welche Abwehrspieler haben wir denn sonst?" Gute Frage, lass uns schnell zur Tagesordnung übergehen, vorher aber noch kurz erwähnen, "keine anderen, aber die die wir haben, sind taktisch falsch aufgestellt." Na also, noch ein bißchen Hetze.

Was war eigentlich mit Dietmar Beiersdorfer los? So fahrig, zittrig und stotternd habe ich den noch nie erlebt. Kein grader Satz mit Subjekt, Objekt und Prädikat ohne ein mehrfaches, langgezogenes "Becker-Äääääh". Einmal hat er sogar das komplette Ende eines Satzes weglassen müssen, weil der Faden verloren war. In alter Tradition der Sendung hätte ich von Moderator Wonti eigentlich erwartet, das er mal freundlich nachfragt, ob der HSV Sportchef gestern mit den Herren Assauer und Lattek ein Wettsaufen veranstaltet hat.

Na ja. Was soll ich mich eigentlich ärgern. Gestern hat Schalke gewonnen, meine Einschätzungen (HSV verliert und Larsen statt Sand) sind wie üblich völlig in die Hose gegangen und nächsten Sonntag muss ich nicht Doppelpass gucken, weil der Presseclub auch eine Journalistenrunde ist und da die wirklich wichtigen Themen besprochen werden. Hüstel. Schönes Restwochenende noch.

Samstag, 4. März 2006

Ismael für U21

Ich habe am 30.08.2005 zum ersten Mal über die fehlende Bereitschaft Jürgen Klinsmanns gemeckert, was die Einbürgerung von Valerien Ismael angeht.
Nach heutigen Informationen zu Unrecht.
Warum hat denn weder der eine noch der andere in den Hochzeiten der Diskussion um Ismaels Einbürgerung diese Information an die Öffentlichkeit gebracht?
Und warum hat es keiner der hochbezahlten, sensationslüsternen Redakteure irgendeines Fachblattes oder der Boulevardpresse zu Tage gebracht?
Etwa weil wahre Information nur an zweiter Stelle steht? Weil Sensation vor Recherche geht?
Oder habe ich einfach was überlesen?

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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