Mittwoch, 4. Januar 2006

Trainer 1C

Gänzlich unverständlich blickt die Liga auf meinen Klub.
Mirko Slomka, 38 Jahre alt und bis zuletzt Co-Trainer von Ralf Rangnick ist neuer "Chef-Trainer" auf Schalke.
Bislang beschränken sich seine Trainer-Meriten auf ein kurzes Engagement bei Tennis Borussia Berlin und die Co-Trainerschaft bei Hannover 96 und auf Schalke. Davor war er bei Tennis Borussia und Hannover immerhin verantwortlicher A-Jugend Coach.

Warum holt sich der Bundesliga-Vierte seinen eigenen Co auf die Chefbank? Warum hat dann erst Olli Reck in Stuttgart den Boss mimen müssen? Warum hat man Slomka nicht direkt zum Chef gemacht? Warum dauert diese Entscheidungsfindung fast einen ganzen Monat? Warum nur 6 Monate Vertrag?

"Er ist die beste Lösung, die wir kriegen konnten. Wir schätzen seine fachliche Kompetenz, er ist eine unglaublich Respektsperson. Es war überhaupt kein Problem für uns, ihn mit dieser Aufgabe zu betrauen" (Zitat Andi Müller bei der Vorstellung)

Andi Müller weiter, "Wir haben mit keinem der Trainer, die uns angeblich abgesagt haben, überhaupt gesprochen. Deshalb konnten sie uns gar nicht absagen. Mirko Slomka spielte in unseren Gedanken stets eine dominierende Rolle. Daher sind wir bei den ganzen Spekulationen immer ruhig und gelassen geblieben. Für uns war es daher auch ausgeschlossen, Mirko Slomka gemeinsam mit Ralf Rangnick zu beurlauben."

Dagegen Rudi Assauer: Auf Slomka als Chefcoach wäre ich "so nie gekommen".

Ein Wischiwaschi sondergleichen. Im Prinzip spricht alles dafür, das im Moment einfach kein Trainer zu haben war, der auch nur ansatzweise die Anforderungen der Schalker erfüllt hätte. Dazu passt auch Müllers Aussage, der einzige mit dem er gesprochen hätte, wolle erst im Sommer wieder arbeiten. Da bleiben nur 2 Personen in der Auswahl. Ottmar Hitzfeld und Matthias Sammer.
Also die billige Variante wählen. Warum nicht, kann man sagen. Keine neue Person auf dem Gehaltszettel, Einarbeiten braucht sich Slomka auch nicht und mit einem 6 monatigen Vertrag geht der Verein kein großes Risiko ein.
Falls es gutgeht und die Mannschaft mit Slomka noch Platz 3 erreicht oder zumindest in den UEFA-Cup Rängen bleibt, könnte man verlängern und Müller sich zeitgleich feiern lassen als Entdecker eines Trainers. Sollte dies dem Vorstand nicht reichen, lobt man Slomka einfach unbezahlt weg.
Falls es nicht gutgeht und man aus den internationalen Rängen fällt, verlängert man einfach den Vertrag nicht. Dann kann die Suche von vorne losgehen, dies wüsste man aber wahrscheinlich spätestens im April.
Bühne frei also dann für Hitzfeld oder Sammer. Oder wie ich an dieser Stelle immer sage, Kloppos Vertrag in Mainz läuft aus.
Dies wäre allerdings ein gefundenes Fressen für Assauer, der wie oben zitiert relativ überrascht wurde und zum letzten großen Schlag ausholen könnte. Also steht mit diesem Trainer auch ein wenig Macht für Müller auf dem Spiel, denn Assauer lauert auf einen erneuten Fehlgriff.

Dienstag, 3. Januar 2006

Hans-Peter Latour.

Kopfschütteln.
Hä? Wer?

Ein 58-jähriger Schweizer.
Trainierte bislang Grashoppers Zürich. Das kenn ich.
Davor hat er den Fc Thun in die Nationalliga A geführt.
Den Verein kenn ich auch. Und den Trainer von Thun nicht. Warum sollte ich dann also den Ex-Trainer von Thun kennen.
Es fällt auf, ein neues Gesicht auf der Bühne. Das find ich prinzipiell besser, als wieder einen der üblichen Rotationsheinis auf dem Weg zum nächsten Schleudersitz. Stark auch die Art und Weise der Verpflichtung. Kein Mensch hatte den Schweizer auf der Liste. Darum konnte man ungestört verhandeln.
Kann auch daran liegen, das der auf der Kölner Geschäftsstelle theoretisch ein und aus gehen konnte, weil man dieses Gesicht nicht unbedingt present hat.
Ob damit Qualität auf die Kölner Trainerbank gesetzt wurde kann in Deutschland im Moment keiner so wirklich beurteilen. Interressant ist für mich, das dieser Mann erst mit 58 für die Liga entdeckt wurde. Eigenartig spät. Mal schauen also, obs ein Kracher wird.

Eins muss man den Kölnern allerdings lassen. Ihr habt einen Trainer. Wir nicht.
Stattdessen wird Assauer langsam entmachtet, Müller schaukelte sich im Skiurlaub die Eier statt in Verhandlungen zu treten und morgen steht dann wieder der Pannen Olli in der Verantwortung.
Das riecht nach einer verschissenen Never ending Story wie vor der Heynckes Verpflichtung.

Sonntag, 1. Januar 2006

Top Elf der Vorrunde

Clevererweise habe ich die Top Elf der Vorrunde heute morgen gelöscht, muss ich es halt nochmal machen.
Alls da wäre.

Tor:

Mit der Startnummer 1: Torwart Kasey Keller (Borussia Mönchengladbach)
Überragende Reflexe, auf der Linie fast unüberwindbar , ein Hauptgarant für den überraschenden Gladbacher Erfolg.

Abwehr:

Mit der Startnummer 2: Rechtsverteidiger Mehdi Mahdavikia (Hamburger SV)
Vor der Saison auf dem Abstellgleis, wurde der Iraner Mitte der Saison auf ungewohnter Position zum unersetzlichen Verteidiger mit Offensivgeist.

Mit der Startnummer 3: Innenverteidiger Lucio (Bayern München)
Weltklasse. Punkt.

Mit der Startnummer 4: Innenverteidiger Manuel Friedrich (FSV Mainz 05)
Wer? Der beste deutsche Verteidiger der Hinrunde. Nach einem auch durch Verletzungen verkorkstem Vertrag mit Werder Bremen kehrte er in der alten Heimat zu konstant starken Leistungen zurück und wird zum Kandidaten für Klinsi.

Mit der Startnummer 5: Linksverteidiger Thimothee Atouba (Hamburger SV)
Noch so ein Offensivverteidiger aus der besten Abwehr der Liga. Begeisterte mit Kabinettstückchen und einem erstklassigen Tanzstil nach dem Spiel. Defensiv zumeist solide.

Mittelfeld:

Mit der Startnummer 6: Zentral Defensiv Martin Demichelis (Bayern München)
Bin ich Fan von geworden. Ein perfekter Sechser mit überragendem Defensivzweikampf, technisch und im Aufbauspiel beschlagen, torgefährlich. Ganz stark.

Mit der Startnummer 7: Raute Rechts Thorsten Frings (Werder Bremen)
Blühte nach seiner Rückkehr nach Bremen wieder auf. Für ihn gilt im Prinzip das selbe wie für Demichelis, nur das er auf der rechten Seite spielt. Man hat den Eindruck, er wäre nie weg aus Bremen gewesen.

Mit der Startnummer 8: Raute Links Tim Borowski (Werder Bremen)
Kontinuierliche Steigerung über die letzten Jahre mit einem konstanten Höhepunkt in dieser Saison. Torgefährlich, Führungsfigur in Bremen geworden. Jetzt als Ballack Nachfolger im Gespräch.

Mit der Startnummer 9: Zentral Offensiv Rafael van der Vaart (Hamburger SV)
Der Einkauf der Liga. Sofort riss er das Spiel an sich, schoss Tore, bereitete sie vor, dadurch auch die Rückkehr in die holländische Auswahl geschafft. Nebenbei lieferte er durch die Anwesenheit seiner Frau dem Boulevard Futter.

Sturm:

Mit der Startnummer 10: Stürmer Miroslav Klose (Werder Bremen)
14 Spiele. 16 Tore. Kicker Notenschnitt 2,04. Fragen?

Mit der Startnummer 11: Stürmer Halil Altintop (1.Fc Kaiserslautern)
11 seiner 13 Tore sicherten dem FcK 10 seiner 12 Punkte. Das sagt alles über die Wichtigkeit für den Verein.


Ersatzspieler:

Tor: Georg Koch (MSV Duisburg)
Abwehr: Daniel van Buyten (Hamburger SV)
Mittelfeld: Johan Micoud (Werder Bremen)
Sturm: Francisco Copado (Eintracht Frankfurt)

Trainer:
Thomas Doll und Friedhelm Funkel teilen sich diesen Job, da beide ungewöhnliches schafften, nämlich in dieser Form nicht erwarteten Erfolg hatten.

Flop Top der Vorrunde

Frohes neues Jahr erstmal und hier nun die Flopelf der Vorrunde.


Tor:

Mit der Startnummer 1: Torwart Andreas Reinke (Werder Bremen)
Gewann den Zweikampf gegen Tim Wiese vor der Saison auch durch Verletzung des Neuzugangs aus Lautern. Ab Mitte der Hinrunde dann mit vielen Unkonzentriertheiten und Fehlern national wie international die zu Toren führten. Bremen wartet nunmehr sehnsüchtig auf die Rückkehr von Wiese.

Abwehr:

Mit der Startnummer 2: Rechtsverteidiger Andreas Hinkel (VfB Stuttgart)
Vom Nationalspieler beim Confed Cup zum Rein-Raus Rotierer unter Trap, gegen Ende der Hinrunde nur noch Ersatzspieler. Ein rapider Absturz.

Mit der Startnummer 3: Innenverteidiger Christian Wörns (Lüdenscheid)
Keine Einladungen mehr zur Nationalelf, nach Beschwerde über Klinsmann keine guten Leistungen in der Liga und beim Länderspiel gegen Holland von Robben vorgeführt wie ein Schüler.

Mit der Startnummer 4: Innenverteidiger Alpay Özalan (1.Fc Köln)
Ehemaliger Fairplaypreisträger , disqualifizierte sich mit seinen Auftritten in der WM-Oualifikation und in Hamburg.

Mit der Startnummer 5: Linksverteidiger Athirson (Bayer Leverkusen)
Glatter Fehleinkauf liegen seine Qualitäten doch ausschließlich in der Offensive. Verschuldete mehrere Gegentore u.a. im Uefa Cup gegen Sofia am Ausscheiden direkt beteiligt.

Mittelfeld:

Mit der Startnummer 6: Defensiv Zentral Ciriaco Sforza (1.Fc Kaiserslautern)
Zugegeben, es ist mir eine Ehre, das dieser Selbstdarsteller hier erwähnt werden kann. Brachte sich mit Forderungen nach Trainer Rauswurf um seinen Platz als arbeitender Angestellter. Das der Rausschmiss von Henke nicht lange auf sich warten ließ, ist bitter für den Schweizer. Ein unrühmliches Ende einer skandalträchtigen Karriere.

Mit der Startnummer 7: Linke Raute Delron Buckley (Lüdenscheid)
Knüpfte nahtlos an seine schwachen Leistungen in Bochum an. Sein letztes Jahr bei der Bielefelder Arminia war wohl ein einmalige Angelegemheit.

Mit der Startnummer 8: Rechte Raute Fabian Ernst (Fc Schalke 04)
Notenbester Spieler im Kicker in den letzten 2 Jahren, auf dem Sprung zum Stammspieler in der Nationalelf, hat er auf Schalke leider nie zur Form gefunden, die ihn in bei Werder auszeichnete.

Mit der Startnummer 9: Zentral offensiv Andres D Allessandro (VfL Wolfsburg)
Von der argentinischen Auswahl kann er nur noch träumen. Macht allenfalls durch Fallsucht, Reklamieren und Provokationen von sich reden.

Sturm:

Mit der Startnummer 10: Stürmer Benni Lauth (Hamburger SV)
Konnte die komplette Vorbereitung mitmachen da wieder fit, allerdings ohne Durchsetzungsvermögen, ohne Selbstbewußtsein und damit synonym für einen Hamburger Sturm, der den Verein nicht am Durchmarsch hindern konnte.

Mit der Startnummer 11: Stürmer Mike Hanke (VfL Wolfsburg)
Wollte sich für die Nationalelf aufdrängen, ging deswegen nach Wolfsburg. Bekam auch mehr Spielanteile als auf Schalke, aber noch überfordert mit eigentlich allem, was in der Bundesliga verlangt wird. Kein Zweikampfverhalten, technische Unzulänglichkeiten en masse und keine Teilnahme am Mannschaftsspiel.

Auf der Bank:

Tor: Thomas Ernst (1.Fc Kaiserslautern)
Abwehr: Roque Junior (Bayer Leverkusen)
Mittelfeld: Zlatan Bajramovic (Fc Schalke 04)
Sturm: Lukas Podolski (1.Fc Köln)

Trainer: Norbert Meier. Eigentlich ein unbescholtener Bürger, jetzt verurteilt als Kopfstoßtäter und mit wenig Zukunft in der Liga.

Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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