kurtspaeter goes vom Meer aus Alpen bestaunen (Ein schöner Abschluß Teil 1)

Ereignisreiche Tage liegen hinter mir, da die Reise lang war und das Formular kurz ist, jeder Reisetag einzeln.

Vier Tage Österreich und die Schweiz.

Heute:

Mittwoch, der 18.Juni.

Kiel-Siegen-Mittenwald-Innsbruck (ca.1200 KM)

Wir starten zu viert im frühen Morgengrauen (8:00 Uhr) von Siegen aus (Kiel-Siegen bin ich alleine gefahren) in Richtung Mittenwald. Mit dabei ist die Vorstandsebene (Präsi und Vize) des ruhmreichen Werder-Fan-Clubs "Geräucherte Makrelen Siegerland", ein Sympathisant eines Vereins aus der bayrischen Landeshauptstadt, leider in anderen Farben als die der Schalker und natürlich Havard. So heißt, benannt nach dem Ex-Bremer Havard Flo, seit Jahren die große Kühlbox mit den Erfrischungsgetränken.
Havard ist in Top-Verfassung und da der Mietwagen ebenfalls in Super-Form ist, erreichen wir nach schlappen 7 1/2 Stunden dieses kleine bayrische Grenzörtchen inmitten des Karwendel-Gebirges.
Die lange Fahrzeit ist dem zunehmenden Abnehmen Havards und den damit verbundenen längeren Pausen, sowie dem unstillbaren Hunger nach Fast Food aus den Händen des russischen McD-Verkäufers Valera Rotärmel (was ein geiler Name, den ich unbedingt unterbringen wollte) geschuldet.

In Mittenwald angekommen sind wir für eine Nacht in einen urbayrischen Gasthof direkt gegenüber des Martina-Glagow-Parks einquartiert. Den wir aber diekt nach Besichtigung der Zimmer wieder verlassen, um über Serpentinen und 16%iges Gefälle die Landeshauptstadt Tirols, Innsbruck, zu erreichen.

Von EM-Stimmung ist hier nix zu spüren. Muss man leider erstmal so festhalten. Das Stadion liegt neben der Autobahn, die direkte Abfahrt ist gesperrt, aber über einen kurzen Schlenker kann man relativ dicht an den Tivoli heranfahren. Parken umsonst mitten in einem Wohngebiet, keine Fahnen, keine Menschen auf der Strasse, wüssten wir es nicht besser würde ich kein EM-Event in 3 Stunden erwarten. Richtung Bahnhof wurde es dann aber besser, Unmengen Menschen in gelb und ein paar weniger in blau-weiß-rot.

Mein schwedisches Shirt, Samstag vorher noch auf der Saisonabschlußfeier bei UT-Dree ertauscht, leidet. Gelb bedeutet Anflug von kleinem Mückengeviech. Und in Innsbruck gibts davon eine Menge. Wie auch Schweden. Die einen kilometerlangen Marsch durch die Innenstadt in Richtung Stadion veranstalten. So geht EM, so geht Stimmung.

Das Stadion:

Der Einlass erweist sich als unproblematisch, die Wartezeiten sind nicht allzu lang, ich selber werde nicht einmal abgetastet. Die sanitären Anlagen befinden sich im Bauch, sind geräumig und völlig ausreichend. Die üblichen Fressbuden sind in ebenfalls ausreichender Menge vorhanden, die Preise EM-typisch eine absolute Unverschämtheit, dazu aber in den nächsten Tagen mehr.
In Innsbruck ist auf drei Tribünen aufgestockt worden, eine Behelfskonstellation, die einerseits zerbrechlich und wacklig aussieht und zum Zweiten, und das ist ein Unding, läuft Wasser, Bier oder sonstige Flüssigkeit durch die Behelfstreppenstufen auf die darunter sitzenden Zuschauer. Ein ganz großer Minuspunkt.
Der Abfluß klappt dagegen reibungslos, innerhalb kürzester Zeit ist das Stadion geleert. Ohne viel Hektik und Gedränge.

Das Spiel und die Stimmung:

Schweden-Russland 0:2

Meine Stimmung war beim Anblick Parick Anderssons und der Tatsache, das unser Bayern-Fan Arm in Arm mit ihm posierte, anfänglich im Keller. Dann hab ich den Schweden durchdringend und böse angeschaut, der hat das Weite gesucht und gut war. Schade, das ich Markus Merk nicht getroffen habe...
Während anfänglich die schwedischen Fans für laute Unterstützung sorgten, kippte die Stimmung nach und nach in Richtung Russen, die zumindest im Unterrang in der Überzahl waren. Dieser Umschwung lässt sich mit dem Spielverlauf leicht begründen, die Russen waren einfach eine Klasse besser. Vorallem Nummer 10, Andrei Arschavin, tat sich durch Tempodribblings hervor. Die Schweden verweigerten jegliches Tempo, ihre Nummer 10, Ibrahimovic, gemeinhin als Weltstar verschrien, bewegte sich, als ob seine Hoden an seine Fersen klatschen. Ein dermaßen arroganter, ineffektiver, egoistischer Lauf- und Spielstil sollte niemals teuer bezahlt und laut bejubelt werden.

Die Russen sind verdienter Sieger, nicht zum letzten Mal, daß wir als Sympathisanten des Verlierer-Teams dastehen. Danach haben wir uns noch sowohl verlaufen, als auch verfahren, einen Marder erschreckt, das Örtchen Zierl mit einem Hupkonzert bedacht (da war nix los sonst), sind aber doch schlußendlich wohlbehalten in der einzigen, noch geöffneten Mittenwalder Gaststätte und später auch im Bett angekommen.

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Sichtweisen eines Schalkers

Auch unsere Mannschaft wird einmal vor 90.000 Zuschauern spielen. (Willi Gies, Gelsenkirchen im Jahre 1904)

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