Jermaine Jones

Wenn Schalke 04 in den letzten Jahren eine Transferüberraschung geglückt ist, dann mit der Verpflichtung von Jermaine Jones. Keiner, aber auch wirklich niemand in Gelsenkirchen hätte erwartet, daß ein dauerverletzter, ehemaliger Chancentod im defensiven Mittelfeld quasi unverzichtbar wird. Innerhalb kürzester Zeit.
Er verkörpert, was man auf Schalke immer wieder und sehr gerne sieht. Kämpfen und Laufen bis zum Umfallen und ohne Rücksicht auf den eigenen Körper in die Zweikämpfe gehen.

Jones hat seine Chance bei einem Spitzenverein bekommen, trotz Dauerverletzung über 2 Jahre und er hat sie genutzt. Soweit bis hierhin.
Als Fußballromantiker kann man über Dankbarkeit nachdenken, man glaubt, die hohe Meinung, die auf Schalke inzwischen von Fanseite und im Verein herrscht, könnte einem Spieler Identifikation mit dem Verein vermitteln.
Aber als Fußballromatiker ist man verloren, man liest diese Zeilen und denkt und sagt, frei nach Markus Wiebusch, zum Abschied leise, Fick Dich.
Und im Sommer wird man lauter werden!
André (anonym) - 19. Apr, 17:33

Mal ganz ehrlich ...

..du hast doch nicht nicht wirklich gedacht, Jones könnte irgend etwas anderes als ein A******ch sein? Warte mal ab, bis es beim kleinen Albert etwas besser läuft. Der droht dann mit nem Wechsel zu ManU oder Madrid oder ähnlichen Kalibern. Bei solchen Fußballern fällt mir in Sachen Intelligenz und Charakter immer nur ein: Wo kein Strom, da kein Licht!
(Nebenbei: Irgendwie ist das ein Problem bei uns Fußballfans: Immer wenn ein Spieler zum geliebten Verein wechselt, MUSS er ja ein prima Typ sein. Geht mir auch nicht anders.)

kurtspaeter - 19. Apr, 17:39

Doch, ich hatte es gehofft und ich hoffe wohl auch weiterhin

Dann aber fällt mir sein Abschied in Frankfurt wieder ein und die Aversion, die ich von weitem diesem Typen gegenüber hatte und ich gebe mir innerlich Ohrfeigen.

Nein, natürlich darf man keine Dankbarkeit erwarten. Wozu auch? Schalke bezahlt ihn, damit er einen Job erledigt, und er erledigt ihn sehr gut, eher besser als erwartet.

Ausserdem sollte man das Geblubber von Fußballern nicht zu ernst nehmen. Jones sagte das in der Folge der Slomka-Entlassung, er ist nun in einer Phase der Unsicherheit, Slomka hat ihn sofort integriert, unter Slomka lief es für ihn gut, wer weiß was kommt.

Sollte er unter dem nächsten Trainer weiterhin zu den festen Größen gehören und sollte Schalke erfolgreichen und ansehnlichen Fußball spielen, würde es mich nicht wundern, von ihm Lobgesänge auf den Club und Treueschwüre zu hören. Was man dann genauso wenig ernst nehmen sollte, natürlich.

verschwender (anonym) - 20. Apr, 12:15

Wir hatten ja erst kürzlich jemanden im Verein,

der auch von Top Angeboten aus den Top-Ligen der Welt sprach;)
kurtspaeter - 20. Apr, 12:49

Ich bin da anderer Meinung

Erstmal das formale: Jones sagte die Worte nach dem Aus in Barcelona. Da stand Slomka zwar in der Kritik (wie seit Monaten), aber er war nicht entlassen. Außerdem redet er vom Ende der Saison, ist also fraglich, ob er einen neuen Trainer erleben wird, der ihm Ansehen gegenüberbringt.

Ich gebe Dir Recht, daß Fußballer in hohem Maße Schwachsinn von sich geben, womöglich auch Jones in diesem Fall, aber ich finde es gelinde gesagt immer noch Scheisse, daß man Menschen, die etwas sagen, nicht mehr ernst nehmen darf. Außerdem wird Jones natürlich von Schalke bezahlt und das auch noch im nächsten Jahr. Also hat er sich zum Thema "anderer Verein" nicht zu äußern.
verschwender (anonym) - 20. Apr, 13:03

Ich gebe Dir doch grundsätzlich Recht in dieser Sache

Ich finde ja Jones kann von Glück reden, daß er nach Gelsenkirchen kommen konnte. Auf ihn hat ja nun wirklich niemand mehr gesetzt. Mir ist aber auch klar, daß er den Verein ohne Zustimmung Müllers gar nicht verlassen kann. Ich würde mir auch so eine Identifikation mit dem Verein von jedem Spieler wünschen wie sie z.B. ein Marcello Bordon vorlebt. Und natürlich ist sein Gelaber eine Frechheit. Genauso wie das Gelaber von Diegos Vater in Bremen, Van der Vaarts Verhalten in Hamburg u.s.w.. So etwas macht man nicht öffentlich. Ganz klar. In einem Interview mit Jiri Nemec habe ich einmal gelesen, daß auch er Schalke anfangs (unter Schulte) sofort wieder verlassen wollte. Ich glaube heute ist er froh es nicht getan zu haben:D
kurtspaeter - 20. Apr, 14:01

Die von Dir

beschriebenen Fälle hatte ich auch im Hinterkopf. Mein Traum von einem Kicker ist in diesem Zusammenhang Paolo Maldini. Ich weiß natürlich nicht, ob der bei einem weniger erfolgreichen Verein eine solche Treue an den Tag gelegt hätte, aber ich finde ihn trotzdem bemerkenswert und absolutes Vorbild. Bei Manuel Neuer hege ich im Übrigen eine ähnliche Hoffnung.

Jiri Nemec kann reden? Das erstaunt mich...
verschwender (anonym) - 20. Apr, 17:15

Ich glaube es war im Schalke Unser zu lesen,

bin mir aber nicht ganz sicher. Bei Manuel Neuer kann ich es mir wirklich auch vorstellen.

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